Erste Bewegung im Fall Ahrens

Lahde. Nachdem beim Petershäger Anzeiger eine Information vorlag, wonach das Recycling-Material auf dem Gelände der geplanten Gleisschotteraufbereitungsanlage in Petershagen-Lahde in einem Teilbereich wieder entfernt werden muss, wurde sowohl die Bezirksregierung Detmold als auch die Firma Ahrens um Mitteilung gebeten, inwieweit diese Information zutreffend sei. Hier die aktuellen Stellungnahmen beider:

Bezirksregierung Detmold:

„Zur vorläufigen Sicherung muss in einem Teilbereich das eingebrachte Recycling-Material entfernt und Boden zur Aufhöhung in bestimmten Bereichen des Planums umgelagert werden. Das RCL-Material wird an anderer Stelle auf dem Gelände abgelegt. Grund ist die geforderte Einhaltung des Abstandes des RCL-Materials zum höchsten zu erwartenden Grundwasserstand. Der höchste zu erwartende Grundwasserstand wurde auf der Basis neuer Messergebnisse konkretisiert. Das eingebrachte Material wird deshalb aus den bisher zu tief liegenden Flächen entfernt und auf ausreichend hohe Flächen auf dem Betriebsgelände verlagert werden. Zur Umsetzung der vorläufigen Sicherung wird die Firma Ahrens bis Ende Februar 2018 zunächst einen konkreten Maßnahmenplan erarbeiten und der Bezirksregierung Detmold vorlegen. Dieser Maßnahmenplan wird anschließend der Stadt Petershagen zur Stellungnahme vorgelegt.“

Firma Ahrens:

„Auf dem Grundstück in Petershagen ruhen seit mehr als einem Jahr alle Arbeiten.
Weder wurde Boden ausgehoben, noch Recycling-Material abtransportiert.“

Hintergrund: Auf der Fläche der von der Firma Ahrens geplanten Gleisschotteraufbereitungsanlage im Lahder Gewerbegebiet wurden im Sommer 2016 im Zuge des vorgezogenen Baubeginns zunächst die nacheiszeitlichen Deckschichten großflächig abgetragen. Auf den freigelegten Kies- und Sandablagerungen der Niederterrasse der Weser wurden anschließend im Nordteil Recyclingbaustoffe eingebracht. Nachdem von der Stadt Petershagen eine Veränderungssperre im Gewerbegebiet erlassen wurde, ruhen die Arbeiten auf dem Grundstück.

 

Lageskizze auf einer aktuellen Luftaufnahme vom 27. 1. 2018
Abtrag der nacheiszeitlichen Deckschichten am 14. 8. 2016
Das Bild vom 16. 3. 2017 zeigt einen Blick von der Straße „An der Wandlung“ auf den mit Recyclingmaterial bedeckten Teilbereich. Zu erkennen sind hier auch kleine Baugruben, die zur Feststellung der Dicke der eingebrachten Recyclingschicht und zur Probennahme angelegt wurden.

Text: Dr. Dietmar Meier, Fotos: Krischi Meier (2), Dr. Dietmar Meier (1)