Mittwoch, 21. Februar 2024

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„FriedEl“: Ein Ort der Begegnungen

Die Idee war es, die alte Kapelle als Ort der Begegnungen weiterzuführen mit dem Ziel Gesprächskreise und Kulturangebot zu fördern.
Der Vorstand und die Beisitzer des „FriedEl“: Elke Jäger (h.v.l.), Günter Jäger, Emine Barmaksiz, Rolf Gasenzer, Sigrid Beck, Kirsten Bock (v.v.l.) und Helma Owczarski. Foto: Simone Kaatze

Eldagsen (sk). Als Ende 2015 die Stadt Petershagen den Beschluss gefasst hat, die Friedhofskapelle in Eldagsen zu schließen und entweder abzureißen oder zu verkaufen, bestand bei Ortsbürgermeisterin Helma Owczarski und einigen Dorfbewohnern der Wunsch, diese für die Allgemeinheit zu erhalten. Die Idee war es, die alte Kapelle als Ort der Begegnungen weiterzuführen mit dem Ziel Gesprächskreise und Kulturangebot in Eldagsen zu fördern. Nach Absprache mit der Stadtverwaltung startete im Sommer 2018 ein Probelauf, diese jeden Freitag als Begegnungsstätte zu öffnen. Angefangen mit einem Tisch, vier Stühlen, einer Kaffeemaschine und einem Kuchen kümmerten sich zunächst acht und später dann 13 ehrenamtliche Helfer um den Ablauf. Im Mai 2019 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister als „FriedEl e.V.“ (Abkürzung für Friedhofskapelle Eldagsen), wodurch der Verein die Berechtigung erhielt, Fördermittel zu beantragen. Im Jahr 2020 konnten sich die Mitglieder über einen Zuwendungsbescheid vom Bündnis „Ländlicher Raum im Mühlenkreis e.V.“ über die Erneuerung der Heizungsanlage sowie über einen Gewinn beim Klimawettbewerb von Westfalen Weser Energie freuen. Weitere finanzielle Unterstützung bekam der Verein unter anderem aus der „Kleinen Dorferneuerung“, von der Volksbank und der Sparkasse. Außerdem konnte im November 2020 ein Nutzungsvertrag mit der Stadt Petershagen unterschrieben werden. Nachdem Anfang 2021 die Installation der neuen Heizung erfolgte, eröffnete im März die Büchertauschbörse als Kooperation im „FriedEl“. Aufgrund von auseinandergehenden Interessen bezüglich der weiteren zukünftigen Nutzung der Begegnungsstätte, beschloss sich der Verein im Frühjahr 2022 wieder von der Büchertauschbörse zu trennen. Schnell stand aber fest, dass eine überschaubare Bücherecke mit einem Lesebereich erhalten bleiben soll, sodass Lesefreunde auch weiterhin auf ihre Kosten kommen. Bereits im letzten Jahr wurde das Programm im „FriedEl“ zusätzlich zu den Begegnungs-, Spiel- und Bastelnachmittagen mit Kaffee und Kuchen, die immer Freitags von 14.30 und 18 Uhr stattfinden, ausgeweitet. So konnten bereits durch das Engagement der aktiven Mitglieder unter anderem ein Plattdeutscher Abend, eine Lesung, ein Weihnachtskonzert sowie ein Puppentheater für Kinder angeboten werden. „Uns ist es wichtig, dass die Wohnzimmeratmosphäre bei unseren Veranstaltungen erhalten bleibt, daher stehen neben den Stuhlreihen auch Tische mit Stühlen im Raum. Platz ist für 60 bis 80 Besucher“, erklärt Helma Owczarski, Vorsitzende des „FriedEl“. „In Zukunft planen wir hier alle vier bis sechs Wochen eine Veranstaltung zu haben und dabei ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersklassen anzubieten“, so die Vorsitzende weiter. Der Verein finanziert sich aus Spenden und den Einnahmen vom Buffet, das nach den Veranstaltungen zur Förderung des Beisammenseins angeboten wird. Auch Umbaupläne gibt es für das „FriedEl“: So sollen noch die Toiletten umgebaut, eine Empore sowie Dachfenster für mehr Licht im Veranstaltungsraum eingebaut werden. Aktuell sucht der Verein außerdem Fensterverschnitte zum Einbau in die Südfront des Gebäudes. Viele der handwerklichen Leistungen werden von den zur Zeit etwa 30 Mitgliedern eigenständig erbracht. Kürzlich konnte so erst eine Lichtanlage installiert werden, die für ein stimmungsvolles Licht während der Veranstaltungen sorgt.

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