Mittwoch, 21. Februar 2024

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Großes Interesse an Ortsspaziergängen zum Zentrenmanagement

Im Februar lud die Stadtverwaltung zu einer Bestandsaufnahme in Form von Ortsspaziergängen in den Ortskernen von Petershagen und Lahde ein.
In Lahde nahmen 60 Interessierte teil und präsentierten zahlreiche Vorschläge und Anregungen. Fotos: Simone Kaatze

Petershagen/Lahde (sk). Im Herbst 2022 erfolgte der Startschuss des umfangreichen Anstoßprozesses zum Zentrenmanagement in den Ortschaften Petershagen und Lahde mit einer öffentlichen Infoveranstaltung. Ziel des Projektes ist es, eine Strategie zu entwickeln, die den vielfältigen Anforderungen an vitale, nachhaltige und anpassungsfähige Zentren gerecht wird und dabei Themen wie Klima-Resilienz, Digitalisierung, Stärkung des Handels zu beachten. Auch bei einer Umfrage konnten Bürgerinnen und Bürger bereits ihre Ideen und Bedarfe nennen, die dann durch das Büro complan Kommunalberatung, welches von der Stadt Petershagen für die Umsetzung der Denk- und Dialogprozesse beauftragt wurde, gebündelt wurden. Um auch direkte Gespräche führen zu können, lud die Stadtverwaltung am 4. Februar zu einer Bestandsaufnahme in Form von Ortsspaziergängen in den Ortskernen von Petershagen und Lahde ein. Neben der Leiterin der Stabstelle für Wirtschaft und Tourismus, Evelyn Hotze, und Bauverwaltungsleiter Kay Busche begleiteten auch Luisa Linek-Schmidt, Natascha Marxkors und Olaf Kordwittenborg vom Büro complan die Rundgänge um Anmerkungen sowie Ideen der Teilnehmer zu möglichen Verbesserungen in den Orten aufzunehmen. An dem Ortsspaziergang in Lahde nahmen etwa 60 Interessenten teil, die sich mit regen Gesprächen, konkreten Vorschlägen sowie unterschiedlichsten Anregungen an dem Projekt zum Anstoß eines Zentrenmanagement beteiligten. Diskutiert wurden vor allem die Schaffung von Anlaufpunkten für Familien, mehr Sitzgelegenheiten, bessere Gehwege, mehr Parkmöglichkeiten sowie mehr Grünflächen und mehr Bäume. Die Lahder Ortsbürgermeisterin Helga Berg nannte mit dem bereits vorhandenen Baumbestand auf dem Gehweg entlang der Bahnhofstraße auch einen positiven Punkt, um zu zeigen, dass bei weitem nicht alles schlecht ist.

Knapp 50 Personen waren beim Ortsspaziergang in Petershagen dabei.

Auch das Interesse an dem Ortsspaziergang in Petershagen war groß: Knapp 50 Teilnehmer waren erschienen um sich an den Diskussionen rund um mögliche Verbesserungen entlang der Route durch den Petershäger Ortskern zu beteiligen. „Was heute Zeitgeist ist, ist hier schon umgesetzt worden“, fasste Helma Owczarski, Ortsbürgermeisterin von Eldagsen, gleich zu Beginn die Bestandssituation in einem Satz zusammen und nannte den „Zentrumsplatz“ an der Eisdiele als positives Beispiel. Viele Anwesende stimmten ihr zwar zu und sehen Petershagen als Beispiel für Lahde, dennoch gab es auch hier einige Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Einer der meist diskutierten Punkte waren die Leerstände im Ortskern, zu denen es auch einige Vorschläge zur weiteren Nutzung gab. Für den größten und am längsten bestehenden Leerstand, ehemals Möbel Busse, wurden unter anderem ein Spielwarengeschäft, eine Tagespflege für Senioren sowie eine Fahrradwerkstatt als Nutzungsmöglichkeiten genannt. Weiterhin wurde über mehr Veranstaltungen sowie einer besseren Ausschilderung für öffentliche Parkplätze und über mehr Sitzgelegenheiten diskutiert. Die gebündelten Ergebnisse der beiden Ortsspaziergängen zum Zentrenmanagement können nach der Auswertung durch das Büro complan auf der Internetseite der Stadt Petershagen unter  www.petershagen.de/Wirtschaft/Zentrenmanagement eingesehen werden.

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