Foto: Krischi Meier

Gute Resonanz beim Fahrservice

Petershagen (sk). Am 1. Januar 2022 starteten der Petershäger Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Schade und Karl Halver als Leiter des Vereins „Menschen in Notlagen–Petershagen e.V.“ ihr gemeinsames Projekt: Ein Fahrservice für die bessere Mobilität von bedürftigen Menschen. „Die Wege zu den Bushaltestellen sind für Senioren schon eine Herausforderung, gerade wenn sie etwas abgelegen wohnen. Hinzu kommt, dass Busse oft nicht die benötigten Strecken oder zu unpassenden Taktzeiten fahren und Taxis als Alternative oft finanziell nicht zu leisten sind“, erklärt Klaus-Dieter Schade den Hintergrund des Fahrservices. „Es ist uns wichtig zu betonen, dass sich unser Angebot nicht nur an finanziell Bedürftige richtet, sondern auch an Personen, die körperlich bedürftig sind, also selber nicht mehr so mobil sind, um zum Beispiel mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Arztterminen  zu gelangen“, unterstreicht Klaus-Dieter Schade die Zielpersonen ihres Angebotes. „Die Resonanz nach der Berichterstattung im Petershäger Anzeiger war gut. Es gab sofort Reaktionen und zeitnahe Anrufe“, berichtet Karl Halver von den ersten Erfahrungen. „Zwar war die Zahl der Menschen mit Bedarf überschaubar, aber dafür benötigen diese regelmäßig Unterstützung um ihre Termine zu erreichen“, so Halver weiter. Es gab zwei Arten von Reaktionen: Einmal aus Petershagen Ort von Personen mit Interesse an dem neuen Service und von interessierten Helfern. Auch aus den anderen Petershäger Ortschaften gab es Rückmeldungen, die sich meistens um die Ausweitung des Angebotes drehten. „Da sich unser Fahrservice erst mal nur auf Petershagen Ort beschränkt, haben wir den Hinweis gegeben sich mit dem Anliegen an die jeweiligen Ortsbürgermeister zu wenden“, sagt Klaus-Dieter Schade. Die Ausweitung des Projektes auf weitere Ortsteile ist dem Petershäger Ortsbürgermeister sehr wichtig und so nimmt er das Thema in den nächsten Monaten in der Fraktion sowie im November auf der Ortsbürgermeistersitzung mit der Bitte um aktive Beschäftigung mit als Gesprächspunkt auf. Wie zu erwarten, wurde teilweise die Scham der Bedürftigen das Angebot anzunehmen erkennbar, bemerkten die Organisatoren. Als Beispiel dafür nennen sie ein Ehepaar, bei dem die Frau gerne den Fahrservice in Anspruch nehmen, der Mann sich aber nicht die Blöße geben wollte. „Zum Glück sind aber beide befürchtete Extreme nicht eingetreten: Es haben sich Personen gemeldet, die unseren Fahrservice in Anspruch nehmen, aber es haben sich auch nicht zu viele gemeldet, so dass sich die einzelnen Termine sehr gut umsetzen lassen“, zieht Klaus-Dieter Schade eine Zwischenbilanz. „Auch die freiwillige Spende für die Transportkasse war bisher kein Thema. Alle haben gerne etwas gegeben“, resümiert Karl Halver seine Fahrten. Eins steht für die beiden Initiatoren auf jeden Fall fest: Der Fahrservice wird weitergeführt! Wichtig ist dass Fahrten rechtzeitig – etwa zwei Wochen vorher – bei Karl Halver unter 05707 / 939 46 18 oder 0176 / 54 44 70 84 angemeldet werden.

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