IKEK ging in die nächste Runde

Gemeinsames Projekt der beiden Ortszentren Peterhagen und Lahde:
Wiederbelebung des ehemaligen Fährbetriebes mit Gierseilfähre

Gorspen-Vahlsen. Das IKEK Petershagen ging in die nächste Runde. Nachdem in jedem der 29 Stadtteile ein Dorfrundgang und insgesamt sieben Stadtteilwerkstätten durchgeführt wurden, fand am 6. April das erste gesamtkommunale IKEK-Forum in der Gaststätte Langeloh in Gorspen-Vahlsen statt.

„Dieses Forum war öffentlich. Auf dem Programm standen Fachbeiträge der Planungsbüros und die Vorstellung der Ergebnisse der sieben Stadtteilwerkstätten durch die Ortsdelegierten. Hierzu hatten die Vertreter der Stadtteile individuell gestaltete Plakate vorbereitet. Zusätzlich sollten die Facharbeitsgruppen für die nächsten Foren gebildet werden.Zunächst erläuterten die Vertreter der jeweiligen Stadtteilwerkstätten ihre Projekte. Hierbei wurde deutlich, dass der Schwerpunkt aller eindeutig auf die Schaffung von Bürgertreffpunkten, zum Teil durch Umnutzung schon vorhandener öffentlicher Bauten, als Kommunikationsstätten für die örtliche Bevölkerung aller Altersgruppen besonders am Herzen lag. Hinzu kamen viele Wünsche nach einer besseren ärztlichen Versorgung, verbesserten Radwegen mit Toiletten an touristisch interessanten Punkten, aber auch schnelleres Internet, Jugendtreffs oder ehrenamt­lichen Bürgerbussen.

Alle gewünschten Projekte wären durchaus förderungswürdig, betonte anschließend der zuständige Sachbearbeiter der Bezirksregierung Detmold, Günter Heidemann. Er hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die Stadt Petershagen als einzige Kommune im gesamten Kreis Minden-Lübbecke die Chance erhalten habe, in das IKEK Programm aufgenommen zu werden. Er sei mehr als zuversichtlich, dass viele der vorgestellten Projekte entsprechend gefördert werden könnten.

Für die beiden Zentralorte Lahde und Petershagen, bestehe die Chance in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen zu werden und damit die Möglichkeit, im Rahmen der Stadterneuerung die geplanten Projekte gezielter umsetzen zu können. Beide Zentralorte hatten bei der Vorstellung ihrer Projekte den Schwerpunkt auf die Förderung des Tourismus mit der „Wiederbelebung“ des ehemaligen Petershäger/Lahder Fährbetriebes gesetzt.

Hiermit soll vor allem für Lahde eine stärkere touristische Anbindung an den Weserradwanderweg geschaffen werden. Radwanderer können so auch gezielt durch die landschaftlich reizvolle Lahder Aue gelenkt werden, und für Petershagen würde die Wiederbelebung der historischen Fährverbindung mit einer Gierseilfähre das Angebot der Stadt um eine weitere attraktive touristische Einrichtung bereichern.

Verbunden hiermit wurde auch auf das Fehlen öffentlicher Toiletten, Serviceeinrichtungen, weiterer Rastplätze und die mangelhafte Pflege sowie Sauberkeit der Grünanlagen hingewiesen.

Einen weiteren Schwerpunkt für die Ortschaft Petershagen soll das Projekt „Mehrgenerationen-Wohnanlage“ bilden. Angestrebt wird im Ortszentrum in Anbindung zu dem demnächst leerstehenden Grundschulgebäude durch einen Investor vermehrt Wohnraum zu schaffen, der u.a. auch gezielt auf die Bedürfnisse von Senioren oder alleinstehenden Menschen zugeschnitten ist. Denkbar wäre auch im Obergeschoss der Grundschule die Schaffung von Single-Wohnungen, während im Erdgeschoss, ähnlich wie beim Johanniskirchhof in Minden, Räume für soziale und kulturelle Einrichtungen entstehen könnten. Sie sollten u.a. auch unter dem Aspekt „Jung und Alt unter einem Dach“ als Anlaufpunkt für gemeinsame Projekte dienen.

Selbstverständlich ist man sich darüber im klaren, dass dieses Projekt, mit dem zunächst auf dem „Ersatzsportplatz“ begonnen werden könnte, auch die Schaffung eines neuen Sportplatzes im Randbereich des Ortes beinhalten müsste.

Text: Ursula Gieseking