Einige Szenen des Kinofilms wurden im Findlingswald in Neuenknick gedreht. Foto: Dietmar Meier

„Im Nachtlicht“ kommt in die Kinos Zahlreiche Drehorte in Petershagen

Petershagen (sk). Der im Jahr 2018 an zahlreichen Drehorten in Petershagen produzierte Film „Im Nachtlicht“ von Misha L. Kreuz kommt endlich in die Kinos: Starttermin für den Mystery-Thriller ist Donnerstag, der 7. April. Als Independent Film ins Leben gerufen, wurde der Film erstmals bei den Internationalen Hofer Filmtagen 2020 in der Reihe „Phantastisch und skurril anmutende Geschichten“ gezeigt und gefeiert. Aufgrund der Pandemie konnte lange Zeit nicht gesagt werden wann der Kinostart anläuft, aber nun ist dieser in greifbarer Nähe und der Filmverleih Real Fiction versucht auch in regionalen Kinos und Programmkinos Aufführungstermine zu bekommen. Zudem sind Aufführungen des Films zum Beispiel als Open Air an der Wassermühle in Döhren vorstellbar. Die Döhrener Wassermühle ist eine von zahlreichen Drehorten in Petershagen, die für Szenen in dem Film „Im Nachtlicht“ als Location gewählt wurden. Bei der Suche nach geeigneten Plätzen erhielt die Film-Crew Unterstützung von Heiner Müller aus Gorspen-Vahlsen. „Insgesamt habe ich 14 verschiedene Drehorte im ganzen Stadtgebiet von Petershagen vermittelt“, sagt Heiner Müller, der für seine Hilfe sogar in den Filmcredits genannt wird. Neben der Wassermühle in Döhren dienten auch der Findlingswald und die Turnhalle in Neuenknick, das Alte Amtsgericht und das Rathaus in Petershagen, das Rittergut Schlüsselburg, eine Bushaltestelle an der Ilser Feuerschicht sowie der Bahnhof in Lahde als Kulisse für die Dreharbeiten. Aber nicht nur Drehorte konnten durch Heiner Müller vermittelt werden – die Autoverwertung im Lahder Gewerbegebiet stellte dank seiner Hilfe Filmrequisiten zur Verfügung. „Die Dreharbeiten waren ganz schön abenteuerlich“, berichtet der Gorspen-Vahlsener, der seit dem Dreh Kontakt zu Produzentin Anja Uhland hält, von seinen Erfahrungen am Filmset. Thematisch greift „Im Nachtlicht“ die Grundfragen des Menschseins auf und navigiert dabei zwischen den Ebenen dunkler Realität und Surrealität, so dass sich das Genre zwischen Mystery und Sozialdrama bewegt. Die Idee zum Film entstand aus der Beobachtung heraus, dass die bürgerliche Welt Tatsachen produziert, die in unlösbare Widersprüche führen und oft auch schließlich in Verbrechen und Zerstörung enden. Wahre Hintergründe und Ereignisse aus der Realität, geschehen in Deutschland und Österreich, bestätigten dann schließlich auch diese Beobachtung. Protagonistin Minthe ist unschuldig, aber bereits von Geburt an einzig und allein durch ihr Geschlecht und ihre Abstammung „verflucht“. Die Hauptdarstellerin Diana Maria Frank spielt die junge Minthe Hellheim, die unter Depressionen leidet und nicht weiß, woher sie stammt und wer ihre Eltern sind. Ihre Kindheit hat sie in Heimen verbracht. Von immer wiederkehrenden Alpträumen gequält, schlägt sie sich mit Gelegenheitsjobs durch. Ein neuer Anfang ist in greifbarer Nähe, als sie ein Jobangebot erhält: In ihrer Geburtsstadt soll sie eine alte Mühle restaurieren. Dabei ahnt sie nicht, dass sie das Opfer einer Intrige ist. Plötzlich sieht sie sich im „Wolfstal“ mit der geheimen Welt der „Gestaltwandler“ konfrontiert. Auf der Suche nach ihrer wahren Identität muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und beginnt schließlich ein ganz neues Leben.

Gespannt sieht Heiner Müller auf den Preview-Termin von „Im Nachtlicht“ im Mindener Kino „Birke“ am 6. April entgegen. Ab dem 7. April läuft der Film auch in den heimischen Kinos.

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