Kapitänswechsel im Heringsfängermuseum

Heimsen. Im Rahmen des diesjährigen Tags des Heringsfängers am 13. Oktober im Heringsfängermuseum in Heimsen standen einige besondere Punkte auf dem Programm: Die Verabschiedung von Bernd-Rüdiger Schalm als langjährigen Museumsleiter, die Vorstellung seines Nachfolgers Klaus Hildebrand sowie die Ehrungen von Renate und Heinrich König für ihre 10-jährige Hausmeistertätigkeit. Für die passende maritime Stimmung an diesem Sonntag sorgte der Shanty-Chor Rehburg.

Bürgermeister Dieter Blume wies in seiner Rede auf den guten Ruf des Heringsfängermuseums hin: „Das Museum selbst gehört zu einem der bedeutendsten Kultureinrichtungen der Stadt. Es genießt über die Stadtgrenze hinaus einen hervorragenden Ruf und hat sich in den letzten Jahren stets durch neue Ausstellungssegmente und Modernisierung fortentwickellt. Selbst Besuchergruppen aus den Küstengebieten wie Emden, Leer oder Glücksstadt, wo Fischereigesellschaften beheimatet waren,informieren sich hier im Binnenland über die Aspekte des Heringsfangs.“ Er bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern des Museums für ihr Engagement und die umfangreiche Arbeit, das Museumsangebot zu erhalten sowie fortzuentwickeln und dieses weitestgehend ehrenamtlich zu meistern. Im September 2012 übernahm Bernd-Rüdiger Schalm die Leitung des Heringsfängermusums Heimsen und führte es sieben Jahre als verantwortungsbewusster Kapitän. In ihrer Ansprache erzählte Marianne Schmitz-Neuland, wie sie bei der Suche nach einer Nachfolge sehr schnell auf Bernd-Rüdiger Schalm gekommen ist. Sie erklärte, dass sie dazu einige Persönlichkeiten vor ihrem inneren Auge Revue passieren ließ und bei dem ehemaligen Leiter der Grundschule Petershagen und engagiertem Mitglied des historischen Arbeitskreises Windheim stehen geblieben ist. Nach einer selbstgewählten Probezeit wurde Bernd-Rüdiger Schalm auf der Kuratoriumssitzung im Herbst 2012 einstimmig als Museumsleiter gewählt. Ein wahrer Glücksfall, wie sich erwies, denn er sorgte unter anderem für die Herrichtung der Verwaltungs- und Archivräumlichkeiten, die Umsetzung der Abteilung „Katastrophen auf See“ sowie wie der Einrichtung einer modernen Medienstation im zweiten Stock. Bernd-Rüdiger Schalm hat das Heringsfängermuseum durch Fortentwicklungen weiterhin zukunftsfähig gemacht.



 
   

 

Bernd-Rüdiger Schalm (rechts) überreicht das Steuerrad an Klaus Hildebrand.

In diesem Jahr erfolgte nach seinem freiwilligen Ausscheiden als Museumsleiter der Kapitänswechsel im Heringsfängermuseum: Auf der Kuratoriumssitzung am 19. September wurde Klaus Hildebrand einstimmig zum neuen Museumsleiter gewählt. Beim Tag des Heringsfängers stellte er sich jetzt offiziell als neuer Kapitän vor. Dazu sprach der Lehrer für Mathematik und Physik über die Entwicklung seines Interesses für Heringsfang, aber auch über seine Pläne für das Museum: „Ich möchte als Leiter in den nächsten Jahren mithelfen, dass unser Museum mit seinen Dauerausstellungen über den Heringsfang weiterhin ein beliebter Anlaufpunkt für all diejenigen bleibt, die sich mit der Seefahrt verbunden fühlen“. Marianne Schmitz-Neuland bekräftige in ihrer Begrüßung, dass sich alle sicher seien, dass auch er mit seinen Kompetenzen Vorstellungen und Visionen dem Museum weitere Schwerpunkte hinzufügen werde. Die Ehrung von Renate und Heinrich König für 10 Jahre Hausmeisterfunktion mit einem Lob und Präsenten, überreicht von Marianne Schmitz-Neuland, rundete den gelungenen Tag des Heringsfängers ab.

Text: Simone Kaatze, Fotos: privat