Kein weiterer Frühjahrsmarkt in Windheim

Windheim. In Windheim wird es keinen Frühjahrsmarkt mehr geben. Dieses hat der Gewerbe- und Marktverein in einer Mitgliederversammlung im Januar beschlossen. Länger schon war der Gewerbe- und Marktverein als Ausrichter und Organisator der Windheimer Märkte unzufrieden: Immer weniger Buden und Fahrgeschäfte, kaum noch Besucherinnen und Besucher.

Der Frühjahrsmarkt – früher ein Aushängeschild für Windheim und Werbung für den Herbstmarkt – verlor immer mehr an Attraktivität für Besucher und Schausteller. Dazu kamen steigende Kosten und personelle Engpässe. Der Gewerbe- und Marktverein schreibt auf seiner Internetseite: „Im Laufe der letzten Jahre hat sich der Frühjahrsmarkt basierend auf seiner Kirmes stark rückläufig entwickelt. Dieses hat verschiedene Gründe. Auf Grund dessen kam es auch zu finanziellen Einbußen des Gewerbe- und Marktvereins. Insgesamt ist der Frühjahrsmarkt nicht mehr wirtschaftlich rentabel zu betreiben.“ Weiter heißt es: „Der Verein besteht derzeit aus 51 Mitgliedern. Davon sind 31 private Mitglieder, 19 Gewerbetreibende und ein Verein. Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern. Alle arbeiten ehrenamtlich für den Verein und bringen ihre Arbeitskraft bisher für den Frühjahrs- und Herbstmarkt ein. Die Bereitschaft der Mitglieder ihre Freizeit für einen ,schlecht‘ laufenden Markt einzusetzen sinkt kontinuierlich. Dieser Umstand gepaart mit Unmut über die verschlechternde Situation hat dazu geführt, dass die wichtige Position des Marktmeisters bzw. des Marktmeister-Teams seit geraumer Zeit vakant ist.“ Noch immer ist der Verein, mit Unterstützung von Ortsbürgermeister und Kulturgemeinschaft auf der Suche nach einem neuen Marktmeister-Team. Gesucht werden zwei bis drei gestandene Männer, die sich um die Kirmes und die Vorbereitungen der Kirmes kümmern.


Bereitschaft zur Mitarbeit sinkt – Gewerbe- und Marktverein zieht die Notbremse


Aus diesen Gründen hat der Verein nach Absprache mit Ortsbürgermeister, Kulturgemeinschaft und den Verantwortlichen der Stadt Petershagen die Notbremse gezogen und zunächst den Antrag auf Genehmigung zur Einstellung des Frühjahrsmarktes bei der Stadt gestellt. Die Stadt Petershagen hat inzwischen dem Antrag zugestimmt.

Der Verein wird sich ab jetzt um seine Kernkompetenz, den Windheimer Herbstmarkt mit seinem Stadt- und Landfrauenzelt kümmern. Bevor der Beschluss im Gewerbe- und Marktverein gefasst wurde, fanden auf Einladung des Gewerbe- und Marktvereins, der Kulturgemeinschaft und des Ortsbürgermeisters zwei Bürgerversammlungen mit guter Beteiligung statt. Die Situation der Windheimer Märkte wurde dargelegt, die Hauptprobleme – fehlende Mitwirkende in der Vereinsarbeit und in der Marktorganisation sowie überalterte Konzepte der Märkte – wurden tiefgreifend erörtert. Nach erfolgversprechenden, tragfähigen, gemeinsamen Lösungen wurde gesucht.

Die in den beiden Versammlungen gewonnenen Erkenntnisse waren Grundlage für die Entscheidung des Gewerbe- und Marktverein in seiner Mitgliederversammlung im Januar, auf die Ausrichtung des Frühjahrsmarktes zu verzichten und sich auf die Modernisierung des Herbstmarktes mit dem Verkaufszelt der Stadt- und Landfrauen zu konzentrieren.

Für dieses Jahr ist eine Grunderneuerung der Kirmes zum Herbstmarkt in Planung. Neue Fahrgeräte und Schausteller sollen den Markt ergänzen, auch eine neue Anordnung der Fahrgeschäfte und Buden soll frischen Wind nach Windheim bringen.

Text: privat/kri, Foto: Krischi Meier