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Kirchengemeinde Petershagen unter Spardruck – Entscheidung über Gebäude bis Mai

Bis Ende Mai soll eine Entscheidung fallen: Die Evangelische Kirchengemeinde Petershagen prüft ihre Immobilien – die Petri-Kirche gilt dabei als unantastbar.
Die Petrikirche in Petershagen. Foto: ddm
Die Petrikirche in Petershagen. Foto: ddm

Von Jessica Höffner

Petershagen. Die Kassen der Evangelischen Kirchengemeinde Petershagen sind leer (der Petershäger Anzeiger berichtete bereits am 7. November 2025). „Deshalb müssen wir uns vermutlich von ein bis zwei Immobilien trennen“, sagte Pfarrer Daniel Brüll seinerzeit, der zugleich auch Vorsitzender des Presbyteriums ist. Über die Pläne informierte die Kirchengemeinde gestern Abend bei der Gemeindeversammlung im Paul-Gerhardt-Haus.

Klar scheint nach der gestrigen, rund zweistündigen Versammlung, an der etwa 70 Interessierte teilnahmen, dass die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes im Dorf bleiben wird. „Sie bleibt unantastbar“, erklärte Daniel Brüll am heutigen Dienstag, 27. Januar, auf Anfrage unserer Redaktion. Viel Neues habe die Gemeindeversammlung indes nicht ans Licht gebracht. So formuliert es zumindest Pastor Brüll. „Das Geld ist weiterhin knapp, für jedes Haus gibt es Gründe, es zu halten“, erklärte er. Neu, so sagt Brüll, seien diese Informationen nicht.

Immerhin aber wurden im Rahmen der Gemeindeversammlung Zahlen mit Blick auf die Kosten, die die Objekte verursachen, und welche Einnahmen dem gegenüberstehen, der Arbeitsgruppe Finanzen und Gebäude präsentiert. Die Zahlen basieren demnach auf den Daten des Kreiskirchenamtes Minden. Die Arbeitsgruppe präsentierte indes nicht nur Zahlen, sondern sprach auch Empfehlungen aus. Mit Blick auf die Petri-Kirche heißt es, diese „vorerst weiterzuführen, der Verlust (rund 29.000 Euro) aber müsse reduziert werden“. Gleichzeitig solle das Paul-Gerhard-Haus „in Anbetracht der guten Nutzung weiter betrieben werden“. Wenngleich für dieses Objekt ein Verlust von knapp 18.000 Euro dokumentiert wurde. Das Johann-Heinrich-Volkening-Haus solle, so die Empfehlung, „kostenneutral“ gestellt werden. Eventuell mit einem anderen Träger. Der Verlust wird hier mit knapp 26.000 Euro angegeben.

Als „wirtschaftlich nicht haltbar“ wurde unterdessen das Alte Pfarrhaus I/Teilfläche CVJM und Jugendheim bezeichnet. Der Verlust liege hier bei knapp 16.000 Euro. Keine Einnahmen und Verluste in Höhe von rund 5.500 Euro schreibe zudem das Dienstzimmer von Pastor Brüll. „Hier wird die Aufgabe des Dienstzimmers und eine Neuvermietung empfohlen“, so die Arbeitsgruppe. Weitere 10.000 Euro Verlust verursacht das Gemeindebüro Altes Pfarrhaus I.

Bis Ende Mai diesen Jahres soll jetzt eine endgültige Entscheidung getroffen werden. „Das ist die Vorgabe der Kirchenleitung“, so Pastor Daniel Brüll.

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