„Komm, wir besuchen Bernhard-Heinrich-von Findus“

Friedewalde. „Es ist einfacher zu sagen, wir fahren zu Bernhard, als zu unserem Birnenbaum“, erzählt Gabriele Hohmeier mit Sohn Oskar. Kurzerhand wurde der Obstbaum auf den Namen „Bernhard-Heinrich-von Findus“ getauft, als er Mitte Dezember bei einer Pflanzaktion in Friedewalde in die Erde gesetzt wurde. 

„Wir profitieren von den Erfahrungen der vorherigen Generationen und möchten diese auch an die Kinder weitergeben“, erzählt Dorothee Traue, die zusammen mit Ilona Hoffmann im Sommer bereits den „Wilden Sonntag“ in Friedewalde auf die Beine gestellt hatte. Nun war das Duo mit dem kompletten Team von rund 25 Personen auch für die Pflanzaktion in Kooperation mit dem Kinderschutzbund Minden verantwortlich. Eine an den Hof von Heinrich Kruse angrenzende Wiese sollte mit Obstbäumen bepflanzt werden. Passend zum 40-jährigen Jubiläum des Kinderschutzbundes wurden dort von Eltern, Kindern und Familien 40 Obstbäume gepflanzt und die Patenschaften verschenkt. Eine Baumpatenschaft umfasst das eigenständige Pflanzen des Baumes, jederzeitiges Besuchsrecht und die Verwendung der Früchte. 

Diese Wiese soll den Naturschutz fördern und den Kindern die Natur nahe bringen. „Wir können uns vorstellen, in einigen Jahren eine mobile Safterei einzuladen oder Marmeladen aus den Früchen zu kochen“, planen die Organisatoren mit weiteren Aktionen auf der Obstbaumwiese in Friedewalde. Bis dahin muss „Bernhard-Heinrich-von Findus“ prächtig gedeien und viele Birnen tragen. 

 



  

Text und Foto: Krischi Meier