Foto: Dietmar Meier

Gendern – Muss ich jetzt immer * verwenden?

Petershagen (ddm). Der Verwendung in manchen Medien folgend findet man auch in Schreiben und Protokollen der Verwaltung der Stadt Petershagen neuerdings Gender-Sternchen, wie die beiden Beispiele oben zeigen. Der Petershäger Anzeiger hat das zum Anlass genommen, einmal in der städtischen Verwaltung nachzufragen, bei wie vielen Personen aus dem Stadtgebiet eigentlich „Divers“ im Ausweis eingetragen ist. Antwort: Bei keiner einzigen.

Die gleiche Frage haben wir daraufhin auch an die beiden anderen Verwaltungen im Verteilungsgebiet des Anzeigers gerichtet, an die Samtgemeinde Uchte und an die Stadt Minden. Auch von dort erhielten dieselbe Antwort wie aus der Stadt Petershagen: Bei keiner einzigen.

Die in der Überschrift gestellte Frage läßt sich zur Zeit eindeutig beantworten: Es besteht aktuell keinerlei Verpflichtung, nach Belieben Sonderzeichen in Worte einzubinden. Im Gegenteil: Auch die zuständige Bundesministerin Christine Lambrecht (SPD) hat unlängst in einem Schreiben an alle Ministerien empfohlen, aus Gründen der Rechtschreibung bei der Wortwahl auch weiterhin auf Sternchen, Doppelpunkte und sonstige Gender-Kunstformen zu verzichten. 

Ob die Form „Leser:innen“ mehr Wertschätzung ausdrückt als die üblicherweise verwendete Formulierung „Leserinnen und Leser“ darf dahingestellt sein. Solange grammatikalisch nicht anders vorgeschrieben, wird die Redaktion des Petershäger Anzeigers bei der bewährten Form bleiben und Sportlerinnen und Sportler, Besucherinnen und Besucher auch in dieser Weise adressieren.

Welche Stilblüten diese Gender-Methodik mittlerweile treibt, wird immer mal wieder besonders in den sozialen Netzwerken dokumentiert. Wir können an dieser Stelle ein weiteres Beispiel beitragen, entnommen aus einer offiziellen Pressemitteilung der Stadt Minden vom 8.11.2021.

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