Montag, 15. April 2024

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Neuer Vorstand, neuer Schwung

Fast drei Jahre lang wurde der Verein kommissarisch ohne einen ersten Vorsitzenden geleitet - diese Übergangsphase war nicht länger zulässig.
Leiten den Verein seit dem Sommer letzten Jahres: Marvin Kaltofen (v.l.), Dennis Vater und Frank Meier. Foto: Krischi Meier

Petershagen/Ovenstädt (kri). Ein verjüngter Vorstand bringt seit Juli 2022 frischen Wind in den TuS Petershagen/Ovenstädt. Fast drei Jahre lang wurde der Verein kommissarisch ohne einen ersten Vorsitzenden geleitet – diese Übergangsphase war nicht länger zulässig. Aus dem Verein heraus wurde Marvin Kaltofen, selber aktiver Fußballer, auf den Vorsitz angesprochen. Kaltofen hat sich kurzerhand ein Team zusammengestellt, das den TuSPO seit J¥uli leitet. Dafür war eine Satzungsänderung nötig, die aber volle Unterstützung erhielt. Weiterhin gehören Dennis Vater und Frank Meier zum geschäftsführenden Vorstand. Beide sind seit unzähligen Jahren fest mit dem Verein verbunden. Wichtig ist dem Trio ein offener Umgang mit den aktuell rund 560 Mitgliedern: „Es ist nicht unser Verein sondern der Verein aller Sportlerinnen und Sportler. Daher werden wir alle Entscheidungen transparent darstellen und jederzeit offenlegen wofür Geld ausgegeben wurde.“
Weiterhin gehören Benjamin Lichtsinn (Sponsoring), Tobias Horstmeier (Finanzen), Melanie Breves (Sportheim Ovenstädt), Frederik Aumann (Fußballbetrieb) und Sven Zilewitsch (Jugendvorstand) zum Vorstandsteam. „Gemeinsam wollen wir den Verein in Zukunft weiterentwickeln“, ist sich das Team einig.
Die Fußballsparte ist mit Abstand der größte Bereich im TuSPO und befindet sich auf einem guten Weg wie Marvin Kaltofen erklärt. „Wir waren im letzten Jahr Stadtmeister und arbeiten bereits an der Kaderplanung für die kommende Saison. Generell ist der Zusammenhalt in der Mannschaft aber auch mit den weiteren Teams im Verein gut. Das ist für uns auch wichtig, da wir keine Gehälter für Spieler zahlen. Alle, die bei uns spielen, machen das aus dem Spaß am Sport.“ Denkbar sei es, die Mannschaft als Bonus nach der Saison bei der Mannschaftsfahrt finanziell etwas zu unterstützen.
Gerne würde der Verein einen Hybrid-Sportplatz, also eine Kombination aus Kunstrasen und echtem Rasen, anlegen. Großer Vorteil wäre die ganzjährige Bespielbarkeit. „Doch so ein Platz kostet rund 50.000 Euro und es ist für einen Verein unserer Größe nicht ganz einfach, das Finanzielle zu stemmen“, erklärt Frank Meier.
Getreu dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ werden die Arbeitseinsätze von vielen Mitgliedern gut angenommen. Dazu gehörte vor Kurzem die Modernisierung des Bewirtungshauses am Sportplatz in Petershagen, der Grünschnitt wird das nächste Projekt sein.
Im Jugendbereich sind über 200 Kinder in 13 Mannschaften in der Spielgemeinschaft mit Maaslingen aktiv. „Da sind wir aktuell super aufgestellt, wollen uns darauf aber nicht ausruhen“, kommentiert Kaltofen, der viel Wert auf die Nachwuchsförderung legt.

Mehr als nur Fußball

Der TuS Petershagen/Ovenstädt bietet noch weit mehr an: Dazu gehören die Sparten Boule, Kinderturnen, Kinderschwimmen, Frauenturnen, Seniorenturnen und Zumba. Eine Dart-Sparte befindet sich momentan im Aufbau. „Auch wenn wir einen fußballerischen Hintergrund haben, werden alle Sparten im Fokus unserer Arbeit stehen“, ist sich das Vorstandstrio einig. Der Verein profitiert vom Lehrschwimmbad in Ovenstädt, das vormittags von den Schulen und nachmittags vom Verein genutzt werden kann. Das erst kürzlich modernisierte Schwimmbad wurde von Ende Dezember bis Ende Januar aus Energiespargründen geschlossen, steht den Gruppen jetzt aber wieder zur Verfügung.
Eine Idee für die Zukunft soll „eSport“ sein — also das gekonnte Spielen auf einer Spielkonsole. Das Sportheim in Ovenstädt bietet hierfür mit Beamer und Leinwand die idealen Räume. „Wir haben uns bei einer Warteliste für eine Fifa-Liga im Kreis Minden-Lübbecke bereits angemeldet“, kündigt Dennis Vater an.
Sehr positiv blickt das Trio auf das erste halbe Jahr zurück: „Die Arbeit im und für den Verein macht wirklich Spaß — auch, weil die Mitglieder sehr engagiert und aktiv sind. Dieses Ehrenamt ist für einen Verein ganz wichtig!“

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