Petershagen-Lahde (jh). Die Einschränkungen reichen von einem schwächeren Netz bis hin zum Totalausfall. Vodafone-Kunden müssen derzeit in Lahde und den Ortschaften auf der östlichen Weserseite Geduld mitbringen. Nachdem die Mobilfunkstation auf dem Kraftwerkgelände außer Betrieb genommen wurde, arbeitet das Telekommunikationsunternehmen an einer Lösung.
„Vodafone musste die Mobilfunkstation auf dem Kraftwerkgelände außer Betrieb nehmen, da dieser Standort vom Vermieter gekündigt wurde“, schreibt die Vodafone-Pressestelle auf Anfrage unserer Redaktion. Dies sei, so erklärt Vodafone, ein „ganz normaler und alltäglicher Vorgang, wie er überall in Deutschland leider immer wieder vorkommt“. Zum Leidwesen der Vodafone-Kunden in dem Bereich. Von denen aber, so erklärt die Pressestelle, gebe es im Bereich Lahde nur „sehr wenige“.
Tatsache aber ist, das zeigt der Selbsttest unserer Redaktion: Hier geht nichts mehr. Weder Telefonie noch Internet sind möglich. Vodafone bietet indes Übergangslösungen an. „Wenn die betroffenen Kunden unseren Kundenservice kontaktieren, können im direkten Dialog Überbrückungsmöglichkeiten besprochen werden – wie zum Beispiel WiFi-Calling auf dem Smartphone“, erklärt die Pressestelle.
Mobiler Funkmast soll kommen
Vodafone arbeite derzeit an einem Zwei-Stufen-Plan, um die gewohnte Versorgung wiederherzustellen. „Im ersten Schritt haben wir unseren Dienstleister Vantage Towers damit beauftragt, einen mobilen Funkmast (MRT) nach Petershagen-Lahde zu bringen“, so der Telekommunikationsanbieter. Die intensive Suche nach einem geeigneten Grundstück für einen MRT sei weit fortgeschritten. Innerhalb der kommenden zwei Wochen solle das Grundstück auch vertraglich gesichert werden. „Wenn das gelingt, wird dieser mobile Mast Mitte Oktober nach Petershagen gebracht, dort aufgebaut und an das Stromnetz angeschlossen. Anschließend werden wir diesen Mast frequenztechnisch in das bestehende Mobilfunknetz im Kreis Minden-Lübbecke integrieren, an das weltweite Telekommunikationsnetz für Sprach- und Datenübertragung anbinden und für die Vodafone-Kunden in Betrieb nehmen“, erklärt die Pressestelle. Die Dauer der Arbeiten? Etwa zwei bis drei Wochen. Das bedeutet konkret: Die Inbetriebnahme des mobilen Ersatzstandortes sei nach aktuellem Plan für Ende Oktober/Anfang November vorgesehen. Im zweiten Schritt werde der Dienstleister Vantage Towers dann einen dauerhaften Vodafone-Mast errichten. Laut Vodafone-Pressestelle könne das aber mehrere Jahre dauern – auch deshalb, weil unter anderem ein „aufwändiges Genehmigungsverfahren mit verschiedenen Behörden“ nötig sei.
Immerhin: Der mobile Mast soll bis zur Errichtung eines dauerhaften Mastes bleiben. Bis Ende Oktober/Anfang November müssen Vodafone-Kunden aber auch darauf noch warten.