Karl Jungcurt, Claus Pohlmeier und Dastyn Kurka bei der Übergabe der Rauchdemohäuser. Foto: Krischi Meier

Rauchdemohäuser für die Kinderfeuerwehr der Stadt Petershagen

Petershagen (kri). Mit Rauchdemohäusern kann die schnelle und vor allem gefährliche Rauchausbreitung in einem Haus sehr einfach verdeutlicht werden. Ein Spielzeug ist das dreigeschossige Rauchdemohaus trotz Miniaturmöbeln und kleiner Puppen nicht, eher ein mobiles Werkzeug.  Alle Zimmer sind über Treppenhäuser miteinander verbunden und simulieren so ein reales Gebäude. Mithilfe einer Nebelmaschine, die per Fernbedienung in Betrieb gesetzt werden kann, können die einzelnen Zimmer verraucht werden. Türen lassen sich mittels Mechanik öffnen und schließen und drei Rauchmelder geben Alarm, sobald Rauch in die Messkammer eintritt. Ziel der kleinen Gebäude ist es, die Wirkung von Rauch sichtbar zu machen. Über ein Steuerungspult auf der Rückseite lassen sich die verschiedenen Funktionen des Hauses aktivieren. Zwei Rauchdemohäuser hat Claus Pohlmeier von der Provinzial Versicherung kürzlich an die Kinderfeuerwehr der Stadt Petershagen anlässlich des fünfjährigen Jubiläums übergeben.  „Seit vielen Jahren unterstützt die Provinzial die Feuerwehren. In diesem Jahr wurden 1.500 Euro zur Anschaffung zweier Rauchdemohäuser zur Verfügung gestellt“, erzählt Claus Pohlmeier. Diese sollen primär für die Brandschutzerziehung der Jugend- und Kindergruppen der Feuerwehr eingesetzt werden. „Aber auch für die aktiven Gruppen ist eine Nutzung zum Beispiel für die Demonstration von Lüftungen gut möglich“, sind sich Standbrandmeister Karl Jungcurt und Stadtkinderfeuerwehrwart Dastyn Kurka einig. Bei der Übergabe der Demohäuser wurde kurzerhand die Zusammenarbeit von der Petershäger Geschäftsstelle der Provinzial mit der Feuerwehr erweitert. Claus Pohlmeier stellte Jungcurt und Kurka den „Kinderfinder“ vor — ein leuchtender Aufkleber entwickelt von der Provinzial und dem Verband der Feuerwehren in NRW. Im Brandfall geraten Kinder oft in Panik und verstecken sich in ihrem Zimmer. Ist der Einsatzort verraucht, ist es für die Feuerwehr schwer zu unterscheiden, in welchem Raum sich noch ein Kind aufhält. Der „Kinderfinder“ an der Zimmertür ermöglicht genau diese Identifikation. „Ein tolles Hilfsmittel, das wir gerne auch in Petershagen etablieren möchten“, so Dastyn Kurka.

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