Mit speziellem Kleber werden die zerbrochenen Gefäße von den ehrenamtlichen Mitarbeitern der GeFBdML Angela Kositz (im Hintergrund) und Karin Höhle (unten) wieder zusammen gesetzt.

Restaurierungswerkstatt im Stadtarchiv bereitet Funde auf

Neuenknick (kri). Viele Jahrzehnte schlummerten die geschichtlichen Funde ungeschützt im feuchten Keller der ehemaligen Grundschule und des heutigen Stadtarchivs. Bis jetzt. Die Gesellschaft zur Förderung der Bodendenkmalpflege im Kreis Minden-Lübbecke arbeitet aktuell die Sammlung von Friedrich Brinkmann sen. auf. Nach dem Tod des ehemligen Bodendenkmalpflegers wurden die zahlreichen Fundstücke durch seinen Enkel Dr. Dieter Brinkmann im Jahr 2014 mit der Prämisse übergeben, dass sie in der Stadt bleiben sowie für Schulen und Forschung zugänglich gemacht werden. Seit der Übergabe lagerten die Funde unsortiert und ungeschützt vor dem natürlichen Zerfall. In den gut 30 Jahren Brinkmanns Tätigkeit als Lahder Ortsheimatpfleger und ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger beging er nahezu alle Geländeteile des „Amtes Windheim zu Lahde“. Zu seinen Funden gehören auch Faustkeile der älteren Steinzeit aus Heimsen und bronzene Grabbeigaben aus Bierde. Die GeFBdML sichtet derzeit die Funde, restauriert Urnen und Gefäße und katalogisiert die Objekte. Die Arbeitsgruppe wird von Bernd Wingender koordiniert. Besondere Exponate sollen der Öffentlichkeit voraussichtlich in einer Wanderausstellung zugänglich gemacht werden. „Es ist wirklich überwältigend, was Friedrich Brinkmann sen. vor der Zerstörung gerettet hat“, kommentiert Daniel Bake, Geschäftsführer der GeFBdML die Sammlung. 

 

Daniel Bake zeigt eine Steinaxt, die in Döhren gefunden wurde und zu den spektakulären Funden in Petershagen gehört. Fotos: Krischi Meier

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