Sanierung des Weserradwegs – Neue Asphaltschicht auf fünf Kilometern Länge

Petershagen/Ovenstädt. Kürzlich wurde der Weserradweg zwischen Bad Hopfenberg und Glissen saniert. Auf einer Länge von fünf Kilometern ist eine etwa zwei Meter breite Asphalttragdeckschicht aufgebracht worden, an der die Randstreifen entsprechend angeglichen wurden. Am 14. Oktober erfolgte Abnahme der Arbeiten ohne Beanstandungen, so dass die Strecke wieder freigegeben werden konnte. Die Baukosten für diese Sanierung des Abschnitts vom Weserradweg belaufen sich auf rund 183.000 Euro.

„Positives Ergebnis mit Einschränkungen“, fasst Joachim Römermann vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Kreisverband Minden-Lübbecke, der als Ovenstädter und Radfahrbegeisteter selbst von dem vorigen schlechten Zustand des Radweges betroffen war, das Resultat zusammen. „Der Weserradweg ist der beliebteste Fernradweg Deutschlands und einer der meist befahrenden Europas. Er ist die Fahrrad-Aorta Petershagens und wird zumindest auf dem jetzt sanierten Teilstück seiner 4-Sterne-Klassifizierung gerecht“, so Römermann. Im Rahmen der aktuellen Sanierung wären für ihn allerdings noch eine Erweiterung der Breite auf zweieinhalb Meter, farbig markierte Straßenübergänge sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen für den Autoverkehr an den Übergängen des Radwegs wünschenswert gewesen. Trotzdem ist er zufrieden: „Trotz allem insgesamt ein durchaus positives Ergebnis.“

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Größere Breiten sind laut Aussage des Kreises Minden-Lübbecke aber durch die Lage auf der alten Bahntrasse ohne einen immensen Eingriff in die angrenzenden Grünzüge nicht möglich. Bis September 1977 fuhr auf dem Abschnitt des heutigen Weserradeweges nämlich noch eine Dampflokomotive zwischen Minden und Uchte. Nachdem bereits 1967 der Personenverkehr auf dieser Strecke eingestellt wurde, erfolgte am 10. September 1973 auch die letzte Fahrt im Güterverkehr. Daraufhin entstand die Idee die ehemalige Bahntrasse als Radweg zu nutzen. Am 9. Juni 1985 erfolgte, nach offizieller Stilllegung der Bahnstrecke im Jahr 1980, die Einweihung des Radweges. Probleme mit dem Radweg gab es in Ovenstädt schon länger. Bereits nach einigen Jahren der Nutzung als Radweg wies die neue Fahrradstrecke bereits Schäden auf. „Schon seit den Neunzigern war der Zustand schlecht,“ berichtet der Ovenstädter Klaus Thater. „Ab 2004 haben wir den Radweg immer wieder beim Kreis reklamiert. Daraufhin wurde der Weg dann geschottert, eine Besserung für nur zwei Jahre“, erzählt er weiter. Durch die nun durchgeführte Sanierung des beliebten Weserradweges steigt für Petershagen die Chance beim Fahrradklima-Test vom ADFC besser abzuschneiden. Unter www.fahrradklima-test-adfc.de können interessierte Radfahrer noch bis zum 30. November an der Online-Umfrage mit 27 Fragen rund ums Fahrradfahren in Petershagen teilnehmen.

Der Vorher-Nachher-Vergleich des Radweges zwigt die Verbesserung.

Text: Simone Kaatze, Fotos: privat