Foto: Dietmar Meier

Schloss Petershagen vor Neueröffnung – Eventlocation für Firmen und Privatpersonen geplant

Petershagen (pa/kri). Drei Jahre hatte das denkmalgeschützte Wahrzeichen von Petershagen auf einen Neuanfang gewartet. Jetzt ist es soweit: Peter Kenzelmann hat das Schloss erworben und möchte es zu einer Eventlocation weiterentwickeln. Dazu hat der 51-jährige Autor und Geschäftsführer des Heragon Verlags in Berlin kürzlich die Schloss Petershagen GmbH gegründet. „Das Schloss steht aktuell natürlich im Fokus meiner Arbeit. Daher werde ich auch nach Petershagen ziehen, um beim Aufbau direkt vor Ort zu sein und nur bei Bedarf nach Berlin pendeln“, erklärt er. Kenzelmann ist im Allgäu aufgewachsen und freut sich schon auf seinen neuen Wohnort: „Mich zieht es einfach wieder zurück auf das Land.“

Peter Kenzelmann. Foto: privat

Ziel des Schlosses ist eine baldige Wiedereröffnung des Geländes für Übernachtungen, Gastronomie, Feiern und Tagungen. Mit der „Alten Börse Marzahn“ sammelte Peter Kenzelmann in Berlin bereits umfangreiche Erfahrungen im Aufbau einer Eventlocation. „Den ein oder anderen Fehler bei der Entwicklung der ,Alten Börse‘ möchte ich hier vermeiden und nicht zu schnell ohne ein im Detail ausgearbeitetes Konzept eröffnen“. Einige Monate müssen Petershäger und Gäste also noch warten. Schrittweise werden in den nächsten Monaten Teilbereiche eröffnet, verspricht der neue Schlossherr, der sich sehr auf die Entwicklung der kommenden Monate freut. Reservierungen für Hochzeiten, Feiern und Tagungen für können schon jetzt angefragt werden. „Ein großer Vorteil ist, dass das Schloss komplett ausgestattet ist und nicht von Grund auf neu entwickelt werden muss. Hier kann ich mich ein bisschen in ein gemachtes Nest setzen“, erklärt Kenzelmann, der dennoch mit einigen Veränderungen neue Impulse nach Petershagen bringen möchte. Neu hinzukommen soll unter anderem eine Gastronomie im Innenhof und Übernachtungen im Mittelalterstil. Die Ausrichtung gehe künftig mehr Richtung mitteralterliche Burg, weniger solle es ein Märchenschloss werden.

Neben den außergewöhnlichen Veranstaltungsräumen, Salons und Kaminzimmern wird für Unternehmen vor allem der große Schlosspark mit seinen Freiflächen interessant sein. „Hier lassen sich Firmenevents mit Bogenschießen und ähnlichen Aktivitäten verbinden, aber auch Privatveranstaltungen werden wieder stattfinden können. Geschäftliche Events und Freizeitveranstaltungen lassen sich am Schloss optimal kombinieren“, sieht Peter Kenzelmann großes Potential. Besonders bei Firmenevents ist eine schnelle Internetverbindung unerlässlich, doch aktuell steht das Schloss nicht im Glasfaserausbaugebiet, so der Geschäftsführer. „Daran müssen wir auch zeitnah arbeiten.“

Anzeige

 

Der nach dem Heiligen Gorgonius, dem Schutzpatron des Schlosses benannte Gorgoniuskeller lädt mit seiner urigen Atmosphäre zur geselligen Runde ein. Für Hochzeitspaare bieten die Fasanerie, der Schlossgarten und die Weserterrasse einen festlichen Rahmen. Für alle, die dem Schloss einfach einen Besuch abstatten möchten, bietet der Innenhof einen Ort, um zur Ruhe zu kommen und die über 700 Jahre alten Mauern auf sich wirken zu lassen. Für leibliches Wohl wird die Außengastronomie sorgen und in einem nächsten Schritt ist ein Schlossladen für lokale Spezialitäten geplant. „Bald wird das Schloss auch ein attraktiver Anziehungspunkt für alle werden, die den Weserradweg genießen“, glaubt Geschäftsführer Peter Kenzelmann. Mit der Wiedereröffnung sollen jedoch nicht nur Radbegeisterte angesprochen werden, sondern vor allem Menschen aus der Region. Diese haben nun bald die Möglichkeit, die historische Anlage neu zu entdecken. 

Sorgenkind ist aktuell der Hotelbereich. Einige der Zimmer bedürfen einer grundlegenden Überarbeitung bezüglich Komfort und Ausstattung, denn Logieren im Schlosshotel soll etwas Besonderes sein. Kurzfristig werden daher wohl nur einige der Zimmer zu buchen sein. Doch neben den Zimmern und Suiten im Hauptgebäude sind außergewöhnliche Alternativen zur Unterbringung in Planung: Mittelalterlich anmutende Reisewagen und Hütten auf dem rund zwei Hektar großen Gelände sollen vergangene Schlafkultur erlebbar machen.

Trotz der aktuellen Pandemie ist das Team von Schloss Petershagen überzeugt, schon 2022 einen guten Start zu haben. Denn: Viele Unternehmen sind zwar bei der Buchung von Veranstaltungsflächen noch zurückhaltend, doch der Radtourismus ist im Aufwind und damit auch die Außengastronomie.