Samstag, 20. April 2024

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Schnelle Übergangslösung nach Sperrung der Lahder Sporthalle

Mittwoch Nachmittag ist der Boden der Sporthalle Lahde soweit abgesackt, dass eine Weiternutzung viel zu gefährlich wäre. Eine kurzfristige Übergangslösung muss her.

Petershagen (kri). Eigentlich hätte die Sporthalle in Lahde noch rund eineinhalb Jahre für Schul- und Vereinssport genutzt werden sollen, doch das ist nicht mehr möglich. Mittwoch Nachmittag ist der Boden der Sporthalle soweit abgesackt, dass eine Weiternutzung viel zu gefährlich wäre, wie Bürgermeister Dirk Breves mitteilt. Die in die Jahre gekommene Sporthalle am Ackerweg sollte nur noch kurze Zeit die heimischen Sportlerinnen und Sportler beheimaten, bevor der Neubau in unmittelbarer Nähe eingeweiht werden kann. Daher ist eine Sanierung, die mehrere Monate in Anspruch nehmen würde, nicht mehr sinnvoll. Damit ist das Ende nun schneller gekommen als erwartet. „Einen unglücklicheren Zeitpunkt hätte es kaum geben können. Trotz angespannter Finanzlage der Stadt ist uns das Ehrenamt und der Sport wichtig. Deshalb musste kurzfristig eine Übergangslösung bis zur Fertigstellung der neuen Mehrzweckhalle gefunden werden“, erläutert Bürgermeister Breves.
Die rettende Idee hatte Alexandra Mohrhoff, Leiterin des Grundschulverbundes Eldagsen-Friedewalde. An der Grundschule gastierte in der vergangenen Woche der pädagogische Zirkus „Zappzarap“, der für eine ganz besondere Woche bei den Schülerinnen und Schülern sorgte. Das Zirkuszelt wurde auf dem Sportplatz in Friedewalde aufgebaut, der momentan nicht mehr durch den Verein genutzt wird. Neben den Übungsstunden standen auch drei öffentliche Aufführungen auf dem Programm. „Dabei habe ich gemerkt, welches Potenzial das Zelt mit sich bringt“, fasst Alexandra Mohrhoff zusammen, die sich an Bürgermeister Breves gewandt hatte.

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„In dieser schwierigen Situationen wurde schnell gehandelt und per Dringlichkeitsbeschluss in der Stadtratssitzung am 30. März beschlossen, das Zelt in den nächsten Monaten als Sportstätte zu nutzen“, so Dirk Breves. „Die Kosten für die Miete sind deutlich geringer als eine Sanierung des Hallenbodens und vor allem kann das Zelt sofort genutzt werden.“  Das Zelt ist annähernd so groß wie eine Sporthalle und bietet mit 330 festen Sitzplätzen auch ausreichend Tribüne für Wettkämpfe im Handball und Tischtennis, die vorrangig dort ausgetragen werden sollen. „Bei größeren Events lässt sich die Tribüne mit mobilen Elementen auf 550 Sitzplätze erweitern“, kommentiert Arne Wohl, Vorsitzender des TuS Freya Friedewalde. Der Friedewalder Verein hat inzwischen beschlossen, seinen Teil beizutragen und finanziert einen mobilen Hallenboden nach DIN EN13814B. „Davon können wir alle profitieren – morgens die Schüler und nachmittags die Sportvereine unserer Stadt“, so Wohl weiter.  Für diese Unterstützung ist auch Dirk Breves dankbar, das sei zwischen Sportvereinen nicht immer so unkompliziert möglich. „So haben wir eine gute Übergangslösung gefunden, bis die neue Mehrzweckhalle in Lahde genutzt werden kann.“ Aktuell prüft die Stadtverwaltung noch, ob sich ein Buspendelverkehr von der Sekundarschule Lahde nach Friedewalde einrichten lässt, damit die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin im Sport unterrichtet werden können. Auch hier sei man optimistisch, so Breves.

Das Zelt bietet 330 feste Sitzplätze und lässt sich mittels mobiler Tribünen auf 550 Plätze erweitern. Fotos: Krischi Meier

Achtung: Dieser Beitrag ist ein Aprilscherz!

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