Die Beteiligten bei der Aktion auf dem Wochenmarkt. Foto: Simone Kaatze

Spendenaktionswoche vom Gymnasium Petershagen

Petershagen (sk). Nachdem die Schüler und Schülerinnen des Gymnasium Petershagen am 25. Februar bereits ein Zeichen für den Frieden gesetzt haben, in dem sie weiße Luftballons mit Friedensbotschaften in den Himmel steigen ließen, startete die gesamte Schulgemeinde im März eine gemeinsame Spendenaktionswoche für humanitäre Hilfe. „Wir wollen als Schule ein Zeichen setzen“, erklärt Schülersprecherin Jolina Gottschalk den Hintergrund der Aktionen. Neben dem Verkauf von Kuchen im Gymnasium gehörten auch Verkaufsstände für Kuchen sowie dem ukrainischen Eintopf „Borschtsch“ im Edeka und auf dem Wochenmarkt in Petershagen zu den Spendenaktionen. „Nach Bekanntgabe der Aktionswoche und dem damit verbundenen Aufruf Kuchen zu spenden, habe ich viele E-Mails von Eltern erhalten, die sich beteiligen wollten. Aber auch die Schüler und Schülerinnen waren sehr engagiert und zeigten auch kurzfristig Bereitschaft für die Betreuung der Stände“, berichtet Anja Gadau-Mohr, Vorsitzende der Schulpflegschaft des Gymnasiums, von der überwältigenden Unterstützung. Die Verkaufsstände waren ein voller Erfolg, so dass teilweise sogar kurzfristig die Zeiten verlängert wurden, um möglichst viele Spenden für den guten Zweck sammeln zu können. Für die Aktion auf dem Wochenmarkt ging die Schulgemeinde eine Kooperation mit der Petershagen Initiative ein, die zusätzlich zu Kuchen und Borschtsch vom Gymnasium noch Frikadellen angeboten und ihren Erlös von 1.000 Euro zugunsten der Ukraine gespendet haben. Auch Bürgermeister Dirk Breves unterstütze die Verkaufsaktion und das gleich in doppelter Funktion – als Bürgermeister der Stadt und als Vater, der selbst auch Kuchen gespendet hat. „Das ist eine ganz großartige Aktion vom Gymnasium. Ich finde es klasse, dass in dieser Hilfslosigkeit die Aktionswoche ins Leben gerufen wurde“, sagt er begeistert. „Stand 11. März sind bereits 100 Menschen aus der Ukraine in Petershagen angekommen, die bisher alle privat untergebracht werden konnten“, berichtet Dirk Breves über die aktuelle Flüchtlingssituation in Petershagen. Dazu gehört auch eine Ukrainerin, die mit ihren beiden Töchtern bei ihrer Freundin Mareile Verhoeven, einer Lehrerin am Gymnasium und Schlüsselperson der Aktionen, untergekommen ist und die Aktionswoche unter anderem mit der Zubereitung des ukrainischen Eintopfs „Borschtsch“ unterstützt hat. Insgesamt konnten durch die Spendenaktionswoche des Gymnasiums Petershagen 14.000 Euro an das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe gespendet werden.

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