Tag des offenen Gartens zum letzten Mal in Wasserstraße

Wasserstraße. Zum sechsten und auch letzten Mal öffneten Linda und Wilfried Götte im Juli ihren 5.300 Quadratmeter großen Garten in Wasserstraße zum Tag des offenen Gartens für Gartenfans und Blumenliebhaber. Wie auch bei den vorangegangenen Veranstaltungstagen dieser Art spendete das Ehepaar den gesamten Eintritt an heimische Vereine und Organisationen.  Insgesamt wurden nur durch den Eintritt von zwei Euro pro Person in den letzten sechs Jahren 6.800 Euro gespendet, unter anderem an die Feuerwehr Wasserstraße, die Kulturgemeinschaft Wasserstraße, den TuS Wasserstraße und den Kindergarten Ilvese. Den Garten ganz für die Öffentlichkeit schließen, möchten der ehemalige Pflanzensammler und seine Frau aber auch nicht. „Wir haben viele Stammgäste, die seit Jahren immer wieder kommen und auch viele Anfragen von neuen interessierten Besuchern. Unsere Gäste berichten immer wieder, dass sie sich in unserem Garten vom Alltag erholen und sich an der Pflanzenvielfalt erfreuen können, da wäre es sehr schade den Garten komplett zu schließen“, erklärt Wilfried Götte. Linda Götte berichtet von den weiteren Plänen: „Auf Anmeldung können Einzelpersonen und  Vereine bis etwa 50 Personen weiterhin unseren Garten besichtigen, erhalten dabei gerne eine Führung und auf voriger Anfrage auch Bewirtung. Nur die großen „Tag des offenen Garten“-Veranstaltungen schaffen wir altersbedingt nicht mehr, da wir durchschnittlich 300 Besucher an diesen Tagen hatten.“ Der besucherstärkste Tag des offenen Gartens war mit 700 Gästen an einem Sonntag, nachdem der WDR freitags in einem drei minütigen Bericht über Familie Götte und ihren Garten berichteten. An diesem Tag war sogar ein Konsul aus Detroit, der zu dieser Zeit in Frankfurt war und den Bericht im WDR gesehen hatte, unter den Besuchern. Neben Stammgästen, die oft aus dem nähren Umkreis kamen, besuchten auch Gruppen aus entfernteren Städten wie Osterode und Oldenburg den Garten von Familie Götte.

Artenvielfalt und Raritäten

Zunächst erfolgte ab 1994 die gesamte Planung, Gestaltung und Pflege des Grundstücks rund um das Elternhaus von Wilfried Götte durch ihn und seiner Frau Linda von Winsen/Luhe aus, wo sie zu dieser Zeit wohnten. Fast jedes Wochenende, mit Ausnahme in der Winterzeit, verbrachte das Ehepaar im 150 Kilometer entfernten Wasserstraße und erledigte die Arbeiten mit wenigen Ausnahmen alleine. In den folgenden Jahren wurden neben verschiedenen Beeten mit einer großen Vielfalt an Pflanzen auch ein Bachlauf und ein damit verbundener Teich angelegt. Seit 2011 wohnen Wilfried und Linda Götte wieder in seinem Elternhaus in Wasserstraße. Die Idee den Garten öffentlich zu machen, entstand im Mai 2013 bei Wilfried Göttes Einstand in die Fahrradgruppe „Weserpeser“ auf der Terrasse. Alle waren so fasziniert von der Blütenpracht und dem liebevoll angelegten Garten und waren der Meinung, dass der Garten für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. So fand 2014 zum ersten Mal der Tag des offenen Gartens bei Familie Götte statt und wurde aufgrund der Beliebtheit bis heute jedes Jahr wiederholt. Die tägliche Pflege und Unterhaltung des Gartens erfolgt alleine durch Linda und Wilfried Götte. „Vor dem Tag des offenen Gartens steht meine Frau bereits morgens um 5 Uhr auf, um im Garten Unkraut zu entfernen, verblühte Blüten auszuknipsen, Bänke zu säubern und weitere Aufräumarbeiten zu erledigen“, erzählt Wilfried Götte. Die große Artenvielfalt im Garten der Göttes reicht von zahlreichen Rhododendren, Rosen und Orchideen über Farne, Steingartenstauden und fleischfressende Pflanzen bis hin zu zwei über 100 Jahre alte Eichen sowie einem Tulpen- und einem Mammutbaum. Zu den Besonderheiten gehören auch viele Raritäten, die die verschiedenen Beete zieren. Weitere Informationen über den Garten von Linda und Wilfried Götte sowie die Kontaktdaten finden Gartenliebhaber unter www.garten-goette.de.

Text und Foto: Simone Kaatze