Foto: Dietmar Meier

TenneT: Laufzeitverlängerung bis 2025 beantragt

Lahde (ddm). Angesichts der aktuellen Situation rund um den Ukraine-Krieg und vor dem Hintergrund, dass es Anfang März zum wiederholten Mal in diesem Winter eine längere windarme Phase gab, in der das Kraftwerk Heyden mehrfach ans Netz gegangen ist, hat der Petershäger Anzeiger aktuell beim Übertragungsnetzbetreiber TenneT nachgefragt, ob weiterhin das Ziel verfolgt wird, das Kraftwerk Heyden im Winter 2022/23 zum Phasenschieber umzubauen. Hier die Antwort von TenneT:

“TenneT beabsichtigt weiterhin, das Kraftwerk Heyden zu einem rotierenden Phasenschieber umzubauen. Auf Grund von marktlichen Rahmenbedingungen verzögert sich jedoch die Lieferung der notwendigen Betriebsmittel. Daher hat TenneT bei der Bundesnetzagentur die Laufzeitverlängerung des Kraftwerks Heyden als Reservekraftwerk bis 2025 beantragt. Die Bundesnetzagentur wird in den kommenden Monaten über die Systemrelevanz des Kraftwerks Heyden entscheiden. Zur Spannungshaltung in windarmen und lastschwachen Zeiten greift TenneT auf das Kraftwerk Heyden zurück. Das Kraftwerk Heyden stellt dann Blindleistung zur Verfügung.

Die Planungen im Kraftwerk Heyden stehen in keinem Bezug zum aktuellen politischen Geschehen. Für die jetzige Heizperiode hat die Bundesregierung bestätigt, dass die Ressourcen für die Energieversorgung Deutschlands gesichert sind. Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) untersuchen gegenwärtig in Absprache mit dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) und in enger Abstimmung mit Gasnetz- und Kraftwerksbetreibern die Folgen einer veränderten Importsituation für den Winter 2022/23 sowie die langfristigen Auswirkungen auf die Versorgungssituation in den Jahren 2030, 2037 und 2045. Dabei sind verschiedene von der Politik zu entscheidende Maßnahmen denkbar. Die vier ÜNB stehen hierzu in engem Austausch mit dem BMWK und bringen ihre Expertise ein.”

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