Freitag, 23. Februar 2024

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Treppe zum Fahrradweg zurückgebaut

Vor sieben Monaten hat sich Petershagens Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Schade erstmals bezüglich der Treppe an die Stadt gewandt.
Kürzlich war es noch eine Treppe, jetzt sollen Bäume wachsen. Foto: kri

Petershagen (kri). Vor sieben Monaten hat sich Petershagens Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Schade erstmals an die Stadt Petershagen gewandt, mit der Bitte die in die Jahre gekommene Treppe auf Höhe des Scheunenweges zum Fahrradweg zu modernisieren. Im Dezember wurde Schade von der Stadt informiert, dass der Kreis für die Instandsetzung zuständig wäre. Dieser sorgte aber mit der Aussage „Die Treppe an der Sparkassenstraße werden wir gegebenenfalls zurückbauen lassen, da wir sie nicht benötigen“ bereits für Kopfschütteln und absolutes Unverständnis bei Petershagens Ortsbürgermeister. „Weitere Hinweise, Gespräche oder Kostenschätzungen hat es nie gegeben“, kommentiert Schade. Dass die Treppe gerne von den Petershägern zum Spazierengehen genutzt wird, weiß der Ortsbürgermeister aus zahlreichen Gesprächen. Anfang Mai folgte für Schade die große Überraschung: „Die Treppe wurde abgerissen und kleine Bäume eingepflanzt“, erzählt Klaus-Dieter Schade sichtlich aufgebracht und fügt an: „Etwas, dass die Bürgerinnen und Bürger gerne möchten, wird einfach abgebaut. Erst hat es rund zwei Jahre gedauert, die Ösperbrücke für Fahrradfahrer zu sanieren, in 15 Monaten schafft man es nicht, eine Unterstellhütte in Bad Hopfenberg wieder nutzungsfähig zu machen und jetzt wird hier ohne weitere finale Kommunikation einfach ein Weg zurückgebaut. Ich habe das Gefühl, die Petershäger sind der Kreisverwaltung nicht wichtig.“ Die Pflege einer modernisierten Treppe mit Geländer hätten die Kulturgemeinschaft Petershagen, in der auch Klaus-Dieter Schade aktiv ist, und interessierte Bürger ehrenamtlich übernommen. Beim Fahrradweg ist der Kreis Minden-Lübbecke in der Verkehrssicherungspflicht und hatte bereits im Dezember letzten Jahres die Stadt Petershagen informiert, einen Rückbau der Treppe zu beabsichtigen. Pressesprecherin Sabine Ohnesorge teilte auf Anfrage mit: „Die Treppenanlage entsprach nicht den Sicherheitsstandards. Es fehlten Geländer und Handlauf. Stufenhöhen und Steigungsverhältnis stellten zudem eine erhebliche Sturzgefahr dar.“ „Da die Außentreppe nur ein Behelfsbauwerk war, musste die Treppenanlage also aus Verkehrssicherungsgründen und straßenbaurechtlichen Gesichtspunkten entfernt werden. Ein Ersatzneubau müsste nach den neuesten Sicherheitsstandards ausgeführt werden. Eine grobe Kostenschätzung nur für den Bau beläuft sich auf etwa 15.000 bis 20.000 Euro“, erklärt Ohnesorge. Genau diesen Neubau hätte sich Klaus-Dieter Schade gewünscht. Jetzt müssen Fußgänger und Fahrradfahrer den Umweg über den Koppelweg oder die Brandhorststraße nehmen.

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