Vandalismus an städtischen Schulen

Petershagen. Aufgrund der kürzlichen Vorkommnisse von Vandalismus an einer Haltestelle am Busbahnhof und an der Außenfassade der frisch sanierten Grundschule in Petershagen, wandte sich die Stadt Petershagen nun mit einem offenen Brief an die Eltern und Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen der Stadt Petershagen. Ausschlaggebend ist die Häufung der Fälle von Sachbeschädigung und Vandalismus an den Gebäuden und auf dem Gelände der städtischen Schulen. „Mit diesem Schreiben möchten wir die Eltern darauf aufmerksam machen, ihnen die Vorfälle ins Bewusstsein bringen und gleichzeitig sagen: Bis hier hin und nicht weiter“, betont Detlev Scheumann, Leiter der Sozial- und Schulverwaltung der Stadt Petershagen. Die Hemmschwelle für solche Taten sei sehr niedrig und führt, kombiniert mit einer hohen Zerstörungswut, zu immer mehr Fällen von Sachbeschädigung und Vandalismus im gesamten Stadtgebiet. Als Beispiele für solche Vorfälle sind unter anderen die mit Farbe besprühten Türen und Fenster am Petershäger Grundschulgebäude, das zerstörte Glashäuschen einer Bushaltestelle sowie den durch Reifenspuren beschädigte Wietersheimer Sportplatz zu nennen. Die Beseitigung solcher Schäden sowie die weitere Abwicklung dieser Angelegenheiten bedeuten für Schule und Verwaltung den Einsatz erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen, die in dem Moment für die eigentlich vorgesehenen Aufgaben nicht zur Verfügung stehen.

Die Stadt verzichtete zwar zuletzt auf die Erstattung einer Strafanzeige, möchte jedoch in Abstimmung mit den Schulen deutlich machen, dass mit dem Verzicht keinesfalls dieses Verhalten toleriert wird. Sofern erneute Sachbeschädigungen an städtischem Eigentum auf Schulgeländen auftreten, wird die Stadt neben der Durchsetzung zivilrechtlicher Schadensersatzansprüche auch strafrechtlich gegen die Schädiger vorgehen. Damit die Eltern ihre Kinder unbesorgt zur Schule schicken können und diese sich dort auch wohlfühlen, ist die äußerliche Erscheinung der Schule von nicht unwesentlicher Bedeutung. Daher appelliert die Stadt in dem offenen Brief an die Eltern und Erziehungsberechtigen der Schülerinnern und Schüler, auf ihre Kinder einzuwirken, damit ähnliche Vorfälle in Zukunft unterbleiben, so dass neben dem Lehrangebot auch das äußere Erscheinungsbild modernen Anforderungen entspricht und sicherheitsrelevante Rahmenbedingungen aufrechterhalten werden. 

Text: Simone Kaatze, Fotos: Krischi Meier