„Windheimer Buben“ feiern Vereinspremiere

Windheim. Zehn Jahre „Blaubarschbuben“, zehn Jahre Engagement für ihr Heimatdorf. Das muss gefeiert werden. Nach der Umbenennung in „Windheimer Buben“ und der Gründung eines Vereins laden die 25 jungen Männer in die Marktschänke auf dem Windheimer Herbstmarkt ein. Alle Generationen sind willkommen – von morgens, wenn der Markt aufmacht, bis nach Mitternacht.

Sie fühlen sich mit ihrer Heimat fest verbunden, setzen sich für ein lebenswertes und lebendiges Miteinander und für kulturelle Zwecke in ihrer Dorfgemeinschaft ein: Die Blaubarschbuben. Nun wollen die 25 Freunde zwischen 19 und 37 Jahren zum 10-jährigen Bestehen ihre Erfolgsgeschichte auf ein neues Level heben. „Wir haben uns jetzt umbenannt in ‚Windheimer Buben’, um unsere Verbundenheit mit Windheim nochmals zu unterstreichen, und einen Verein angemeldet, der das Ausrichten von öffentlichen Veranstaltungen erleichtert“, erklärt Arne Wienold, der wie viele der „Buben“ vom TuS Windheim kommt. Als Jüngster in der Gruppe ist er außerdem stolz darauf, zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Sören Kreker und allen Vereinsmitgliedern die Marktschänke auf dem Windheimer Herbstmarkt wiederzubeleben.

„Seit April 2017 gibt es auf dem Windheimer Markt keine Marktschänke mehr. Da hat dem einen oder anderen schon etwas gefehlt. Wir wollen die Kultur wiederaufleben lassen und betreiben von nun an die Marktschänke in Eigenregie“, erläutert Kreker (33) und schildert die Vorgehensweise: „In dem rund 90 Quadratmeter großen Festzelt sollen alle Generationen unter einem Dach zusammenfinden. Ab Freitagmittag gibt es Getränke aller Art, bevor am Abend ab 20 Uhr die Party für Leute ab 18 Jahren bei einem Eintritt von 5 Euro steigt. Security wird vor Ort sein. Musik querbeet gibt’s von unseren Plattenpäpsten DJ Gerit Meier und DJ Malte Wallbaum, die schon bei vergangenen Events die Tanzfläche bis zum Morgengrauen füllten. Dass man mit uns feiern kann, dafür sind wir ja bekannt.“

Doch das sei nicht der Hauptgrund für die Vereinsgründung. „Wir wollen der älteren Generation vermitteln, dass die jungen Leute von heute auch mit anpacken können. Die Identifikation mit dem Dorf ist für uns das Wichtigste, deshalb auch die Namensänderung“, betont Wienold. „Die Blaubarschbuben haben sich über die Jahre einen guten Ruf erarbeitet, angefangen am 27. Juni 2009 mit einer kleinen Fangemeinde beim Bolzen, über den Windheimer Markt bis zum Mittsommerfest. In Absprache mit dem Gewerbe- und Marktverein wollen wir nun als ‚Windheimer Buben’ den traditionsreichen Herbstmarkt um einen Höhepunkt bereichern und dem Publikum aus nah und fern zeigen, dass das Weserdorf nicht nur Blaskapelle spielen kann.“

Davon abgesehen sind die „Windheimer Buben“ aktiv auf Instagram im Internet unterwegs. Wer dem neuen Verein beitreten möchte, wird obendrein wie ein Familienmitglied behandelt, versprechen Kreker und Wienold. „Der Zusammenhalt ist wirklich gut. Selbst mit denen, die mittlerweile nach München oder Hamburg gezogen sind, haben wir noch regelmäßig Kontakt.“

Erklärtes Ziel der „Windheimer Buben“: Nach der ersten Bewährungsprobe auf dem Kirmesgelände möchten sie sich noch stärker in die Dorfgemeinschaft einbringen – mit frischen Ideen, Vorschlägen sowie weiterhin tatkräftig bei kulturellen Veranstaltungen in Petershagen.

Alle Dorfbewohner und Gäste von außerhalb sind daher eingeladen, am 25. Oktober zum Windheimer Herbstmarkt zu kommen, in die Marktschänke vor dem Sparkassen-Gebäude einzukehren und mitzufeiern. Am darauffolgenden Samstag kann beim „Public Viewing“ zum Fußballbundesliga-Spiel Schalke gegen Dortmund zudem auf dem Großbildschirm mitgefiebert werden. Und am Sonntag sind die Türen für alle Marktbesucher geöffnet.

Text: Namira McLeod, Foto: privat