Jürgen Buschke und Elke Stünkel freuen sich über den zweiten Platz. Fotos: Simone Kaatze

Zwei Petershäger Projekte erfolgreich beim Heimatpreis des Kreises Minden-Lübbecke

Petershagen/Seelenfeld (sk). Gleich zwei Projekte aus Petershagen profitieren in diesem Jahr vom Heimatpreis des Kreises Minden-Lübbecke. Bei der Preisverleihung am 19. September im Kreishaus erhielt der Verein „Menschen in Notlagen Petershagen“ mit ihrem Mobilitäts-Projekt den dritten Platz, der mit einem Preisgeld von 2.000 Euro belohnt wurde. Die Kulturgemeinschaft Seelenfeld erreichte mit dem „Generationsplatz“ den zweiten Platz und konnte sich über ein Preisgeld von 3.000 Euro freuen.

Mobilität für alle

Am 1. Januar 2022 starteten der Petershäger Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Schade und der Leiter des Vereins „Menschen in Notlagen – Petershagen e.V.“, Karl Halver, ihr gemeinsames Projekt: Ein Fahrservice für die bessere Mobilität von bedürftigen Menschen. Aktuell übernehmen vier ehrenamtliche Fahrer regelmäßig Fahrten von zur Zeit zehn Personen zu ihren Terminen. Insgesamt hat der Verein seit Gründung des Fahrdienstes bereits 600 Kilometer für diese Zwecke zurückgelegt. Finanziert wird das Projekt „Mobilität für Menschen in Notlagen“ durch Spenden von Unternehmen und Privatpersonen. So war die Freude der beiden Initiatoren groß, als sie von ihrem Gewinn des dritten Platzes beim Heimatpreis erfahren haben. „Die 2.000 Euro Preisgeld werden zur Aufrechterhaltung des Projektes genutzt“, sind sich Klaus-Dieter Schade und Karl Halver einig. „Der Auslöser für die Teilnahme am Heimatpreis war ein Flyer, der an alle Ortsbürgermeister geschickt wurde. Nach Rücksprache mit Karl Halver habe ich Mitte Juni unsere Bewerbung fertig gemacht und im August durften wir unser Projekt dann in Regionalforum an der Grundschule Bad Holzhausen präsentieren“, berichtet Klaus-Dieter Schade über den Ablauf der Heimatpreis-Ausschreibung. Eine Woche vor der offiziellen Preisverleihung erhielt er die erfreuliche E-Mail, dass das Projekt zu den drei Gewinnern gehört – welchen Platz sie gemacht haben, erfuhren beide erst am 19. September im Kreishaus.

Klaus-Dieter Schade und Karl Halver erhielten den dritten Platz.

Treffpunkt für Jung und Alt

Ein Treffpunkt für jedes Alter in Seelenfeld, bei dem auch die Inklusion nicht fehlen darf, war schon lange ein Wunsch von der Kulturgemeinschaft Seelenfeld und dem Ortsbürgermeister Jürgen Buschke. Dank der langfristigen Pachtmöglichkeit eines Grundstücks von den Baustoffwerken Westfalen-Lippe GmbH und der Unterstützungszusage der Stadt Petershagen konnten erste Angebote zur Fertigstellung des Kinderbereiches eingeholt werden. Weitere Unterstützungen kamen unter anderem von großzügigen Spendern, der Aktion Mensch und dem Inklusionscheck des Landes NRW. In Zusammenarbeit mit der Holzwerkstatt der Diakonie Salem wurden Spielgeräte in Rubinienholz ausgesucht und aufgebaut. Am 6. Januar 2020 war Baubeginn des Projektes. Die Fertigstellung dauerte aufgrund von Regen und Corona länger als geplant – anstatt Ostern 2020 konnte der Platz erst am 1. August 2020 freigegeben werden. Viele Seelenfelder und auch Helfer aus den Nachbarorten haben geholfen den Platz für die Spielgeräte vorzubereiten: In über 1.000 ehrenamtlichen Stunden wurde unter anderem Fallschutz eingebracht, Mutterboden verteilt und Rasen eingesät. Neben Klassikern wie Schaukel, Wippe und Rutsche lassen auch ein Seilgarten, eine Wackelbrücke und als Besonderheit ein Rolli-Trampolin die Herzen der Kinder auf dem Seelenfelder Generationsplatz höher schlagen. Viele weitere Spielmöglichkeiten sowie seit Kurzem auch Sportgeräte für Erwachsene warten darauf entdeckt zu werden. Für Pausen zwischendurch sind eine Picknickecke, zwei transportable Sitzecken und eine Himmelsliege aufgestellt worden. Im Frühjahr 2021 wurde zur Pflege des Generationsplatzes der Förderverein „Generationstreff Seelenfeld e.V.“ gegründet, mit dem bereits einige Projekte und Arbeiten auf den Weg gebracht werden konnten. Dass sich die Mühe und die Arbeit, die in den Platz gesteckt worden sind, gelohnt hat, zeigt die Beliebtheit der neuen Attraktion. „Mit der starken Frequentierung haben wir nicht gerechnet“, sind Elke Stünkel, Vorsitzende der Kulturgemeinschaft und Ortsbürgermeister Jürgen Buschke sichtlich überrascht. Da Erweiterungen vom Generationsplatz durchaus zur langfristigen Planung der beiden Initiatoren gehören, ist das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro vom zweiten Platz des Heimatpreises eine gute Unterstützung.

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