Redaktionshund Riley erzählt – 3,2,1 … Hundeblick

Zuerst einmal möchte ich mich bei allen Leserinnen und Lesern bedanken, von denen ich so viel Zuspruch zu meinen Berichten erhalten habe. Von Zweibeinern auf der Straße, die mich erkannt haben, Fotos von mir machen und mein Pfötchen schütteln wollten, bis hin zu Freunden im Internet, die bei meinen Bildern ein Herzchen und einen lieben Kommentar hinterlassen. Ich freue mich hundemäßig darüber, dass euch mein Leben und Alltag interessiert und ihr hoffentlich was zum Schmunzeln habt. 

Wo wir schon mal beim Thema Fotos wären: Ganz oft fragen mich meine Fans, wie ich den tollen Hundeblick hinbekomme, und da dachte ich, erzähle ich euch mal ein bisschen was aus meinem Alltag als Hundemodel. Frauchen stupst mich gerade mit ihrem Ellenbogen an, dass ich doch bitte nicht vergessen soll, zu erwähnen, dass sie und Herrchen einen gewaltigen Teil dazu beitragen, dass die Fotos so gut werden. Naja wenn sie meint, dass sie meine Requisiten für das perfekte Foto zur Location trägt – ok, super Leistung Frauchen. EEEEYY, hör auf mich in die Seite zu zwicken, du weißt doch, dass ich da kitzelig bin!! Schon gut, schon gut. 

Also Frauchen und Herrchen sind natüüüüürlich meine besten Angestellten. Das perfekte Foto benötigt nämlich immer einen Hampelmann, der für gewöhnlich hinter dem Kameramann komische Grimassen zieht, verrückte Geräusche macht und eine Tüte vooooll mit Leckerchen hat, denn ohne Leckerchen geht gar nix, das sag ich euch, sonst bewegt sich kein Labra.. äh.. Hund vor die Tür zum Fotos machen. Nun gut, Frauchen hat den legendären Job, mich zum Lachen zu bringen und meine Schokoseite zum Vorschein zu bringen, und das ist manchmal gar nicht so einfach. Dafür hat Frauchen immer die oberhammermäßigsten Leckerlies der Welt dabei wenn wir Fotos machen. Komischerweise immer nur DANN wenn wir Fotos machen und sonst gibts die nie. Sehr merkwürdig. Selbstverständlich muss ich den Keks immer im Auge behalten, damit der nicht woanders als zwischen meinen Zähnen landet. Am spannendsten ist es also, das Leckerchen hoch, runter, nach links und rechts zu bewegen, denn dann hat derjenige hinter der Kamera die volle Aufmerksamkeit aller verfressenen Fellnasen. Und da spreche ich aus Erfahrung! Und wenn ihr noch eine Schippe drauflegen wollt, das ist aber immer etwas fies, tut so, als würdet ihr das Leckerlie auf uns Hunde zuwerfen, denn damit sind wir noch viiiiiel aufmerksamer und sind jeden Moment bereit, den scheinbar gleich fliegenden Keks zu fangen. Meistens fliegt er aber dann doch nicht, weil ich ja als Model stillhalten muss, aber wenn alles gut läuft und das Foto im Kasten ist, bekomme ich den Keks danach auch. Und an alle Vierbeiner, die keine Leckerlies mögen… was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, die können auch ein Spielzeug nehmen, das sie superdupertoll finden. 

So, und wie bekommt man jetzt den ultimativen Hundeblick hin? Ganz einfach: Als erstes müsst ihr eurem Vierbeiner den Trick „Down“ beibringen, das heißt, der Kopf muss auf dem Boden liegen. Frauchen hat das mit mir so geübt, dass sie immer ein Leckerlie vor meiner Nase (MEGA FIES) zum Boden geführt hat und mich damit so lange gelockt hat, bis mein Dickkopf auf dem Boden lag. Dann kommt ein BLEIIIIIB und auch direkt der gemeinste Teil des Hundeblicks. Das Leckerlie wird jetzt über meinen Kopf geführt, sodass ich mit den Augen hochgucken muss, weil ich ja den Keks nicht aus den Augen lassen darf. Mannometer, da muss ich mich immer zusammenreißen. Aber wenns dann endlich geschafft ist, werde ich immer mit einer Hand voll Leckerlies belohnt und dafür lohnt es sich echt 1 bis 30 Minuten still zu halten 😉 Vielleicht nicht ganz sooo lange, aber manchmal kommt’s mir vor wie eine Ewigkeit, sodass mir das Wasser schon aus dem Mund läuft wenn die mit dem Keks so lange hantiert!

Nun zu euch, ich würde mich meeeegamäßig freuen, wenn ihr mir an meine private Email-Adresse riley@petershaeger-anzeiger.de ein Hundeblick Foto schickt und mir beweist, dass auch ihr den Hundeblick drauf habt! 

Einige Einsendungen werden beim nächsten Mal hier präsentiert und können von allen rund 2540 Hunden in Petershagen bewundert werden. Ich freue mich auf eure Fotos, und reißt euch mit dem Sabbern zusammen, das kommt nämlich nicht so gut auf dem Foto rüber 😉

Bis baaaaaald, 

                 Eure Riley

Text und Fotos: Jessica Schäuble