SUPer nasse Sommerferien

Jippie, braungebrannt und mit salziger Dauerwelle bin ich wieder zurück aus meiner Sommerpause. Von all den schönen Unternehmungen und Faulenzertagen, erzähle ich euch mal von dem tollsten Erlebnis, das ich gemeinsam mit Frauchen teilen durfte. Wie jedes Jahr, also dieses und letztes Jahr (ich bin ja erst zarte zwei Jahre jung) ging es nach SPO. Wer SPO nicht kennt, sollte es spätestens jetzt in diesem Internet-Google-Such-Dings eingeben und sich bloß festhalten, denn bei dem Anblick des ewig langen und breiten Sandkastens kann man schon mal vom Hocker fallen. Dort angekommen, kramte Herrchen einen wahnsinnig großen Rucksack aus dem Auto und fing hochmotiviert damit an, ganz viel Luft in so ein Plastikbrett zu pumpen. Währenddessen kam Frauchen auf die verrückte Idee, mir, warum auch immer, eine Schwimmweste (!!) anzuziehen. Ich bin doch ein Labrador, der ausgezeichnet schwimmen kann, warum dann unnötigen Ballast am Körper haben, wenn man schön windschnittig durch die Wellen flitzen kann? Sie sagt, es soll mich beim Schwimmen unterstützen, wenn ich mal aus Versehen reinfallen sollte. Reinfallen – von wo denn reinfallen? Und aus Versehen würde ich niemals ins Wasser fallen, wenn dann mit voller Absicht und mit ausreichend Anlauf, damit ich auch hohe Wellen mit meinen Bauchklatschern erzeuge. 

An diesem riesengroßen salzigen Nordsee-Teich setzte Frauchen sich dann auf das Brett, man nennt es wohl auch SUP. Schon wieder so eine komische Abkürzung, die laut Internet-Google-Such-Dings sowas wie „Paddeln im Stehen“ bedeutet. Man achte mal bitte unauffällig auf das Bild. Paddeln – ja. Stehen – naja. Schön und gut, mach mal ein paar Runden und sieh zu, dass du nicht reinfällst, Frauchen. Nix da. Da schnappt sie mich an meiner Schwimmweste und setzt mich ohne zu fragen mit auf das SUP-Wackelbrett und paddelt los. Erst habe ich am ganzen Körper gezittert, sodass das Brett noch mehr unter uns wackelte, als es sowieso schon durch die ganzen Wellen schaukelte. Aber mit der Zeit habe ich die Aussicht und das leichte Plätschern so sehr genossen, dass ich die Wasserqualität einmal aus direkter Nähe testen wollte und einen Satz ins kühle Nass gemacht habe, allerdings ungewollt ähm inklusive… ähm Frauchen. Die sah danach aus wie ein nasser Pudel und musste sich schnell wieder aufs SUP retten. Hach jaaa, währenddessen habe ich mich gemütlich im Meer treiben lassen und mich köstlich amüsiert. Wie gut, dass ich im Gegensatz zu Frauchen eine Schwimmweste hatte 🙂

Ich hoffe, ihr hattet auch eine tolle Ferienzeit und vielleicht seht ihr mich ja mal unter der Weserbrücke zwischen Petershagen und Lahde auf dem SUP treiben, das kann man nämlich hier auf der Weser mindestens genau so gut wie in SPO. Habt noch ein paar schöne Sommertage und bis zum nächsten Mal. 

Eure Riley

 
Text und Foto: Jessica Schäuble