Donnerstag, 5. Februar 2026

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Kirchdorf: Axel Knoerig über politische Arbeit in Berlin und regionale Herausforderungen

Im Gespräch mit dem Petershäger Anzeiger spricht CDU-Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig über seine politische Arbeit in Berlin, die wirtschaftliche Lage und zentrale Themen der Region.
Axel Knoerig. Foto: Dietmar Meier
Axel Knoerig. Foto: Dietmar Meier

Kirchdorf (ddm). Ein gelegentlicher Austausch mit Politikern, die unsere Region auf Landes- und Bundesebene vertreten, und das nicht nur in Wahlkampfzeiten, gehört schon länger zur Philosophie des Petershäger Anzeigers. Mit dem Südkreis Magazin ist inzwischen auch der niedersächsische Bereich unseres Verteilungsgebietes stärker ins Blickfeld gerückt. Daher haben wir uns gefreut, dass auch der CDU Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig aus Kirchdorf, zu dessen Wahlkreis auch die Samtgemeinde Uchte gehört, gern zu einem weiteren Austausch zur Verfügung stand. Kurz nach dem Jahreswechsel wurde diesmal vor allem über die politische Arbeit in Berlin gesprochen.

Macht Ihnen die Politik eigentlich noch Spaß?
Mein Arbeitsschwerpunkt in der Fraktion ist der Bereich Bauen und Wohnen, der mir nach wie vor viel Freude bereitet. Im September 2009 bin ich zum ersten Mal direkt in den Bundestag gewählt worden, im vergangenen Jahr zum fünften Mal nacheinander. In all den Jahren habe ich viel Erfahrung sammeln können. Heute bin ich im Bundestag stv. Vorsitzender des Ausschusses für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen und stv. Mitglied im Ausschuss für Gesundheit sowie im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Das sind auch die Bereiche, die für meinen Wahlkreis besonders wichtig sind. Unsere Region ist bis heute von der Landwirtschaft geprägt. Da haben wir auch eine besondere Verantwortung, das gut zu erhalten.

Wie bewerten Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage?
Die Transformationsprozesse wirken sich neben der unabwägbaren Zollpolitik Trumps schneller auf unsere Wirtschaft aus als ursprünglich prognostiziert. Hinzu kommt ein Strompreis, der bereits seit Jahren über dem europäischen Durchschnitt liegt. Zwar haben unsere Unternehmen diese Kosten auch bisher getragen, aber jetzt kommen noch Lohnsteigerungen, Inflation und weiter steigende Sachkosten hinzu. Das kumuliert aktuell und belastet die Wettbewerbsfähigkeit spürbar.
In der Energiepolitik hat die unionsgeführte Bundesregierung die richtigen Weichen gestellt. Für 2026 plant der Bund rund 30 Milliarden Euro, um die Strompreise abzufedern. Das ist zwar nur ein Anfang, aber ein deutliches Signal, dass wir unsere Unternehmen unterstützen und die Rahmenbedingungen für Investitionen verbessern.
Im Energie- und Baubereich liegt mein Augenmerk insbesondere auf den knapp 120 Biogasanlagen in den Landkreisen Diepholz und Nienburg. Ich setze mich dafür ein, dass Biomasse und Biomethan sowohl in den KfW-Neubauprogrammen als auch im GEG technologieoffen als förderfähige erneuerbare Energieformen verankert werden. Damit können perspektivisch unter anderem die Stadtwerke Diepholz Gebäude nachhaltig beheizen und gleichzeitig als flexible, systemstabilisierende Energiequelle zur Versorgungssicherheit beitragen.

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