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Kreisverwaltung möchte beim Klimaschutz und bei der Klimafolgenanpassung unterstützen

Von Pia Driftmann

Ukraine-Krieg, Inflation, Gasmangellage. Die Sorgen sind aktuell überall groß und ein Ende der ungewissen Zeit ist kurzfristig nicht in Sicht. Laut einer jährlichen Studie ist mit rund 67 Prozent die größte Angst der Deutschen aktuell die durch die Inflation steigenden Lebenshaltungskosten, gefolgt von der Angst vor unbezahlbarem Wohnraum und einer allgemein schlechteren Wirtschaftslage. Und die Klimakrise, eines der bestimmenden Themen bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2021? Die Angst vor dem Klimawandel ist aktuell auf Platz 8, die Angst vor der Folgen, wie Naturkatastrophen und Wetterextreme, immerhin auf Platz 6. Doch die Zeit tickt. Die Aufgaben werden nicht kleiner und die globale Erwärmung legt keine Pause ein, nur weil die Menschen andere Herausforderungen haben. Immerhin sorgt die aktuell Energiekrise dafür, dass Bürger, Unternehmen und Verwaltungen Strom und Gas sparen und somit Treibhausgasemissionen. Doch auch in dieser ungewissen Zeit müssen wir weiter Klimaschutzinvestitionen tätigen um die globale Erderwärmung so gering wie möglich, am besten unter 1,5 Grad, zu halten. Dabei hat jeder Bereich seine Hausaufgaben zu machen und ist verpflichtet trotz der schwierigen Lage Lösungen zu finden. Der Kreis Minden-Lübbecke hat sich daher entschieden zwei Förderprogramme ins Leben zu rufen, um Bürger, Vereine und Unternehmen beim Klimaschutz und bei der Klimafolgenanpassung zu unterstützen.
Das Klimaschutz-Förderprogramm „Mühlenkreis zukunftsfit“ fördert klimafreundliche Technologien. Insgesamt werden sechs verschiedene Bausteine gefördert – darunter Stecker-Solar-Geräte oder die Einrichtung von Batteriespeichern für Solaranlagen im Bestand. Auch ein Zuschuss für die Umstellung auf eine klimafreundliche Heizungsanlage ist enthalten. Im Bereich Mobilität bietet der Förderbaustein „Elektrische Zwei- und Dreiräder“ auch für Unternehmen im Kreis eine Unterstützung, um in nachhaltige Elektro-Kleinfahrzeuge zu investieren. Überdies werden Fahrradkinderanhänger und Lastenräder gefördert.
Das zweite Förderprogramm „Klimaresilienz und Biodiversität“ fördert Dach- und Fassadenbegrünungen sowie die Entsiegelung von Flächen. Begrünung mindert Hitze durch Verdunstungskühlung und Schattenspende. Pflanzen und naturbelassene Böden können zudem Starkniederschläge besser auffangen als Beton und Asphalt. Außerdem soll damit gleichzeitig die Biodiversität unterstützt werden.
Mit den Förderprogrammen sollen die Menschen in diesen schwierigen Zeiten bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen unterstützt werden, denn manchmal reichen schon kleine Projekte, um klimafreundlicher zu leben.  Alle Informationen, die Förderrichtlinien für die beiden Programme, sowie die Links zu den Onlineanträgen finden Sie unter www.minden-luebbecke.de –> Projekte –> Klimaschutz & Energie.

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