Silvesternacht: Bilanz der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke

Region. Die Polizei Minden-Lübbecke hat eine arbeitsreiche Silvesternacht hinter sich. In der Zeit von 18 bis 5.30 Uhr wurden 92 Einsätze verzeichnet, bei denen Streifenwagen ausrückten. Neben den üblichen Streitigkeiten, Körperverletzungen und Ruhestörungen lag der Schwerpunkt bei 19 Brandeinsätzen. In Minden wurden drei Autos durch Flammen beschädigt. Die obligatorischen Mülltonnen-, Hecken- und Containerbrände verteilten sich auf das gesamte Kreisgebiet. Zudem wurden die Beamten zu zwei Raubdelikten gerufen. Die Anfahrten zu den kreisweiten Einsatzorten wurden durch den starken Nebel in der Nacht erschwert. Verkehrsunfälle mit Verletzten wurden der Polizei nicht gemeldet.

Für zwei Personen verlief der Jahreswechsel hingegen ruhig. Während um Mitternacht die Menschen im Mühlenkreis das neue Jahrzehnt begrüßten, saßen sie in einer Zelle im Polizeigewahrsam.

Petershagen:

Während einer Streitigkeit um 1.40 Uhr in Petershagen-Schlüsselburg erlitt eine Person durch ein Messer leichte oberflächliche Schnittverletzungen. Auch hier wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Gegen 3.45 Uhr meldeten Passanten eine hilflose Person, die teilweise auf der Fahrbahn der B 61 in Petershagen-Heisterholz lag. Die Person wurde anschließend in Gewahrsam genommen.

Minden:

Auf dem Nachhauseweg wurde ein 55-jähriger Mann im Bereich Königstraße/Rodenbecker Straße von vier Personen angesprochen und zusammengeschlagen. Dem Opfer wurde die Geldbörse geraubt. Der Mann begab sich zunächst nach Hause und informierte von dort die Polizei. Eine eingeleitete Fahndung der Beamten nach den 20 bis 25 Jahre alten Tätern brachte keinen Erfolg.

Auf der Friedrich-Wilhelm-Straße in der Nähe der Kaiserstraße forderten gegen 1.20 Uhr vier Jugendliche unter Vorhalt eines Messers die Herausgabe eines Handys von einem Passanten. Anschließend flüchtete das Quartett in Richtung Innenstadt. Eine Person war auffällig mit einem roten Nike-Jogginganzug mit weißem Logo auf dem Rücken bekleidet. Die Fahndung mit mehreren Streifenwagen verlief negativ.

Eine zivile Streifenwagenbesatzung kam um 22.35 Uhr auf dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) auf eine Schlägerei zu. Eine Person wurde dabei mittels Fußtritt gegen den Oberkörper zu Fall gebracht und schlug mit dem Kopf auf. Nach Behandlung durch einen Notarzt wurde er mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert und musste notoperiert werden. Der Täter konnte vor Ort festgenommen und dem Gewahrsam zugeführt werden. Eine weitere Person flüchtete vom Tatort. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.

Eine Schlägerei größeren Ausmaßes wurde durch einen Passanten gegen 0.30 Uhr von der Kampstraße in Minden gemeldet. Zwischenzeitlich befanden sich hier etwa 40 Streithähne und Unbeteiligte am Einsatzort. Mehrere Streifenwagen mussten hier zusammengezogen werden. Eine Person wurde nach einem Tritt in den Bauchbereich ins Klinikum gebracht. Die Einsatzkräfte leiteten ein Ermittlungsverfahren ein.

Um 0.25 Uhr trafen auf der Obermarktstraße in Minden zwei Personengruppen aufeinander. Dieses endete in einer Prügelei. Für eine Person erfolgte die Anforderung eines Rettungswagens. Für zwei Personen erfolgte auf der Wache die Entnahme einer Blutprobe.



  

Bei Streitigkeiten in Dankersen kurz nach Mitternacht musste ein Beteiligter den Gang in das Gewahrsam antreten, da er einen Platzverweis der Polizisten nicht befolgte.

In der Nähe der Weserbrücke randalierende eine 14-Jährige aus Berlin. Die Jugendliche wurde um kurz nach zwei Uhr von der Besatzung eines Rettungswagens den Polizeikräften übergeben und kam anschließend in eine Jugendschutzstelle.

Gegen 4.15 Uhr randalierte eine männliche Person gegenüber Rettungskräften im Stadtteil Minderheide. Die Besatzung des Streifenwagens stellte fest, dass der Mann sich offenbar verlaufen hatte und brachte ihn nach Hause.

Schon am frühen Abend um kurz vor 21 Uhr trat ein 30-jähriger Mann eine Tür in Leteln ein. Auch er verbrachte den Jahreswechsel im Polizeigewahrsam. Zudem kommt auf den Mann ein Strafverfahren zu.

Auf der Humboldstraße in Bärenkämpen brannten gegen ein Uhr insgesamt drei PKW und mussten von der Feuerwehr abgelöscht werden. Ersten Ermittlungen zufolge war zunächst ein VW in Brand geraten. Durch die Flammen und die Hitze wurden zudem ein Citroen und ein Mercedes in Mitleidenschaft gezogen. Es entstand nach einer ersten vorsichtigen Einschätzung der Polizei ein Schaden von circa 20.000 Euro.

Bad Oeynhausen:

Auch die Rettungskräfte der Feuerwehr Bad Oeynhausen riefen die Polizei zur Unterstützung. Auf der Detmolder Straße kam es gegen 0.15 Uhr zu Schwierigkeiten mit einem renitenten Patienten.

Rahden:

Während einer Verkehrskontrolle in Wehe fiel einer Streifenwagenbesatzung der Alkoholgeruch eines Fahrzeugführers auf. Es folgte die Entnahme einer Blutprobe auf der Polizeiwache und die Sicherstellung des Führerscheines.

Lübbecke:

Auch Einbrecher waren in der Silvesternacht aktiv. In der Langen Straße in Lübbecke wurde um kurz nach halb zwei ein Glühweinstand aufgebrochen. Die Täter flüchteten, eine Fahndung nach ihnen brachte keinen Erfolg.

Espelkamp:

In einem Kellerschacht einer Volksbankfiliale in Espelkamp entzündete sich Laub.

Text: Polizei Minden-Lübbecke, Symbolfoto: Krischi Meier