345.980 Euro für Petershagen aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“

Petershagen (kri). Freudige Gesichter bei den Petershäger Sportvereinen: 345.980 Euro stehen den heimischen Vereinen aus dem Förderprogramm des Landes NRW „Moderne Sportstätten 2022“ zur Verfügung. Die Förderung bezieht sich auf Modernisierung, Sanierung und Ausweitung von bestehenden Sportstätten, ebenso auf Geschlechtergerechtigkeit, digitale Modernisierung und die Herstellung der Barrierefreiheit. Nicht förderfähige Maßnahmen sind der Kauf von Grundstücken, der Neubau von Sportanlagen, Kunststoffgranulat auf Kunstrasenplätzen und „bewegliches Inventar“ wie beispielsweise der Austausch von Fitnessgeräten. Antragsberechtigt sind Sportvereine in NRW, die Mitglied in einem Stadt-/Kreissportbund und einem Fachverband des Landessportbundes NRW e.V. sind und die Sportstätte und Sportanlage sich im Eigentum des Vereins befindet oder diese mit zuständiger „Dach- und Fach-Aufsicht“ langfristig (mindestens noch zehn Jahre) gepachtet oder gemietet sind. 

Bei dieser Projektförderung herrscht die Bagatellgrenze von 10.000 Euro, sodass keine Kleinstbeträge ausgezahlt werden. Die Förderung ist in drei Cluster eingeteilt: 10.000 Euro bis 100.000 Euro (Fördersatz 50 bis 90 Prozent), 100.001 Euro bis 1 Million Euro (Fördersatz 50 bis 85 Prozent) und über 1 Million Euro (Fördersatz 50 bis 80 Prozent). 50 Prozent der Kosten werden bei einer bewilligten Förderung sicher übernommen, daher benötigt jeder Verein zusätzlich einen Eigenanteil. In Petershagen werden nur Förderungen aus dem ersten Cluster erwartet, denn „wir wollen keine Leuchtturmprojekte eines Vereins fördern, sondern viele Vereine berücksichtigen“, erklärt Bernd Schäkel vom Stadtsportverband Petershagen. Der SSV ist maßgeblich an den Förder-

entscheidungen beteilig, denn er empfiehlt gegenüber der Staatskanzlei den zu gewährenden prozentualen Fördersatz je Projektvorhaben – und damit in der Regel schon die Höhe der Zuwendungssumme. Damit diese Vergabe möglichst transparent erfolgt, hat der Stadtsportverband einen Vergabeausschuss gegründet, der aus dem Vorstand des SSV und aus Personen der Mitgliedsvereine besteht.

„Bisher haben sich etwa 20 Vereine aus der Stadt Petershagen bei uns gemeldet und 40 Förderanträge mit einem Kostenvolumen von etwa 800.000 Euro präsentiert“, freut sich Bernd Schäkel über die große Nachfrage. Noch bis zum 31. Januar 2020 möchte der Stadtsportverband Anträge sammeln und danach innerhalb von vier Wochen die Förderempfehlungen aussprechen, damit das Geld möglichst zeitnah die Vereine erreicht und die Projekte umgesetzt werden können.

Zwei Vorgaben hat der SSV mit der Stadt Petershagen abgesprochen: Dass keine gastronomischen Einrichtungen gefördert werden und es eine möglichst breite Teilhabe von Vereinen geben soll. Weiterhin hat die Politik in diesem Projekt keinen Einfluss und steht außen vor.  Für Vereine, die Ideen zu Förderprojekten haben, steht der Stadtsportverband informativ und mit Hilfe zur Seite. 

www.ssv-petershagen.de

Text und Foto: Krischi Meier