„Wir wollen in Menschen investieren“ – Stadtsportverband Petershagen fördert vier Projekte mit dem Innovationspreis

Gorspen-Vahlsen. Vier Vorzeigeprojekte im heimischen Sport wurden kürzlich mit dem zweiten Innovationspreis des Stadtsportverbandes (SSV) ausgezeichnet. Insgesamt 5000 Euro wurden erneut an Sportvereine vergeben, „um etwas zu fördern, das langfristig wirkt“, beschreibt Bernd Schäkel vom Stadtsportverband. Bei den „Leuchtturm-Projekten“ möchte der SSV nicht in Beton sondern in die Menschen investieren, die die Vereine stärken und Jugendarbeit fördern. Vier Anträge erhielt der SSV in diesem Jahr, die auch alle Zuspruch fanden.

Geförderte Projekte

Der VfB Gorspen-Vahlsen erhielt eine Förderung von 1900 Euro für die Sportplatzpflege mit  zwei Mährobotern für den B-Platz. Besondere Berücksichtigung fand hier der Umweltaspekt, denn die elektrischen Mähroboter erzeugen weder Emissionen und noch Lärm. 6000 Euro hat der VfB insgesamt investiert, um die zwei Roboter anzuschaffen. Eine Entscheidung, die sich lohnt: Die laufenden Kosten haben sich mehr als halbiert und der Anschaffungspreis hat sich nach vier bis fünf Jahren amortisiert, erklärt Thomas Skibbe vom VfB Gorspen-Vahlsen. „Der Rasen ist dichter geworden und hat eine bessere Qualität, genau das Ergebnis haben wir erhofft.“

Die zweite Förderung von 1450 Euro erhielt der SC Petershagen für ein übergreifendes Reinigungskonzept für Bälle, Hände und den Hallenboden. „Bei uns wird sehr viel Handball gespielt und dabei auch Haftmittel genutzt“, berichtet Bennet Dragon. Das Problem der Hallenreinigung verfolgt den SCP schon seit Jahren, zuletzt mussten die Mannschaften die Halle selbst reinigen. „Bisher haben wir noch nichts umgesetzt, das wird aber noch in diesem Jahr der Fall sein“, kündigt Dragon an. Angedachte Möglichkeiten sind kontaktlose Seifenspender zur Reinigung der Hände, eine Ballsäuberungsmaschine und eine Reinigungsmaschine für den Hallenboden.

Mit 950 Euro für eine Signal-Ampelanlage wurde die Bogensport-Sparte des Schützenvereins Frohsinn Quetzen gefördert. Seit fünf Jahren bietet der Verein den Bogensport mit großer Beliebtheit an. Rund 30 aktive Schützinnen und Schützen gehören der Sparte an, die regelmäßig an Kreis- und Landesmeisterschaften und sogar an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen. Um nach den internationalen Regeln zu schießen, ist es für die Aktiven wichtig, die vorgegebenen Zeiten angezeigt zu bekommen. Bei den Wettkämpfen muss auf 70 Meter Distanz in vorgegeben Zeitintervallen geschossen werden. „Um die Zeiten im Training anzuzeigen, haben wir eine Signal-Ampelanlage für rund 2500 Euro angeschafft“, berichtet Uwe Aumann, Vorsitzender des Schützenvereins Quetzen.



 

Die vierte Förderung erhielt der TuS Lahde/Quetzen mit 700 Euro für Prallschutzkissen, die die Verletzungsgefahren für die Sportlerinnen und Sportler senken. „Neben den Toren aufgestellt vermindern die Prallschutzkissen aus Schaumstoff die Risiken und dienen als Auslaufschutz“, erklärt Bernd Schäkel. Umgesetzt wurde dieses Projekt in der Lahder Sporthalle, die auch für den Schulsport genutzt wird. Und auch hier sind die Prallschutzkissen bereits in Verwendung.

„Hier ist deutlich geworden, dass man mit wenig Geld sinnvolle Projekte anstoßen kann“, freut sich Kämmerer Dirk Breves, der eine weitere gute Nachricht für die Vereine dabei hatte. In diesem Jahr wird die bestehende Sportförderung um weitere 20.000 Euro sowie 6.000 Euro für die FSJ-Stelle angehoben. „Sport bereitet allen Freude, vom Kind bis zum Rentner. Das müssen wir als Stadt fördern so gut wir können.“

Freuen sich über den Innovationspreis (v.l.): Bennet Dragon, Gerd Grobermann (beide SC Petershagen), Kämerer Dirk Breves, Bernd Schäkel (SSV), Thomas Skibbe (VfB Gorspen-Vahlsen), Sigrun Bertram-Saxowsky (SSV) und Uwe Aumann (Schützenverein Quetzen).

Text und Fotos: Krischi Meier