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Tina Heinecke möchte Bürgermeisterin der Samtgemeinde Uchte werden

Uchte (as). Tina Heinecke möchte bei den Kommunalwahlen im Herbst Bürgermeisterin der Samtgemeinde Uchte werden. Die 39-jährige Mutter von vier Kindern ist parteilos und sammelt daher gerade Unterschriften, um als Kandidatin antreten zu können. Vor 13 Jahren zog sie von Friedewalde nach Uchte und fühlt sich dort pudelwohl. Das zeigt sie auch durch ihr vielseitiges Engagement im Sportverein, im Elternrat der Grundschule (dessen erste Vorsitzende sie ist) bei der Feuerwehr in Höfen und neuerdings auch im Testzentrum Uchte. Bürgernähe ist ihr Motto. Über ihre Webseite tina-heinecke.de bietet sie daher mehrere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme an.

Warum möchten Sie Bürgermeisterin von Uchte werden?

Mein beruflicher Werdegang hat mich auf den Weg geleitet. Meine Ausbildung habe ich bei einem Steuerberater gemacht, der auf den kommunalen Bereich spezialisiert ist. Entsprechend habe auch ich bei kommunalen Institutionen wie Rathäusern, Eigenbetrieben usw. gearbeitet. Sie fragen sich jetzt sicher, was das mit dem Bürgermeisteramt zu tun hat. Durch meinen Beruf habe ich vermutlich mehr Rathäuser gesehen, als alle anderen Uchter zusammen (lacht). Der Kontakt mit der Verwaltung hat mir immer Freude bereitet. Irgendwann entschied ich mich aus Familiengründen, in die freie Wirtschaft zu gehen. Bereut habe ich den Schritt nicht, da ich viel lernen konnte, allerdings habe ich mich immer in die Verwaltungsebene zurückgesehnt. Nun wird zufällig genau die Stelle frei, in der ich auch noch etwas bewegen kann! Ich sehe sozusagen einen Neustart zurück in meine „Wohlfühlzone“.

Welche Erfahrungen bringen Sie mit?

Meine Erfahrungen gehen mit den beruflichen einher. Zudem habe ich durch mein Engagement bei verschiedenen Organisationen einen umfassenden Einblick in die verschiedensten Bereiche erhalten. Aktuell habe ich also Wissen im Verwaltungs- und Wirtschaftsbereich und auf Bürgerebene. Ich bin gespannt, mehr über die politischen Fragen zu lernen! 

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Welche Ideen möchten Sie in der Samtgemeinde Uchte verwirklichen?

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass Herr Schmale in den vergangenen Jahren sehr gute Arbeit geleistet hat. Ich denke nicht, dass es Bedarf gibt, etwas Grundlegendes zu verändern. Manches können wir aber noch verbessern. Beispielsweise gibt es das Bürgertaxi, das eine tolles Angebot für Erwachsene bietet. Ich finde, man sollte, dieses Angebot auch für Kinder erweitern. Wie soll ein Kind aus Darlaten zum Freibad in Großenvörde kommen, um Freunde zu treffen? Das ist mit dem Fahrrad schon ein bisschen weit.  Der Breitbandausbau ist auch eine Angelegenheit, die wir vorantreiben müssen. In einigen Ortsteilen ist das Internet nicht schnell genug, um beispielsweise Videokonferenzen im Lockdown zu halten. Was ich besorgniserregend finde, ist unser Ärztebestand. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, ist es so, dass unsere Ärzte und Ärztinnen in der Samtgemeinde deutlich älter sind als anderswo. Zudem konzentrieren die Praxen sich hauptsächlich auf Uchte.  Wir müssen den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit unserer vier Mitgliedsgemeinden stärken, ebenso die Jugendarbeit, Feuerwehren, Sportvereine und Kulturvereine. Diese leisten einen entscheidenden Beitrag zum Landleben. Ich fände es außerdem attraktiv, die Oberschule Uchte zu einer Integrierten Gesamtschule zu wandeln, sodass man dort auch mit dem Abitur abschließen kann. Als Mutter ist es mir natürlich besonders wichtig, die Kindergärten und Schulen möglichst gut zu unterstützen. 

Letztendlich geht es aber nicht darum, was ich persönlich möchte, Es geht darum, was die Bürger und Bürgerinnen der Samtgemeinde Uchte wünschen. Bürgernähe ist das Wichtigste für mich. 

Wieso treten Sie als parteilose Kandidatin an?

Ehrlich und einfach gesagt, überzeugen mich die Parteien einfach nicht. Jedenfalls nicht zu 100 Prozent, deshalb kann ich nicht hinter einer Partei stehen. Als parteilose Kandidatin habe ich die Möglichkeit voll und ganz auf die Bedürfnisse der Samtgemeine sowie die Wünsche und Sorgen aller Bürgerinnen und Bürger einzugehen, ohne Klientel-Politik betreiben zu müssen.