Sonntag, 14. April 2024

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Windenergie soll durch die Samtgemeinde Uchte und Petershagen fließen

Bis zum Jahr 2037 soll ein Klimaneutralitätsnetz errichtet werden, das vor allem Offshore-Strom nach Süddeutschland bringt.
Die schraffierte Linie zeigt den geplanten Verlauf des Kabels. Quelle: Tennet, www.stromnetzdc.com

Uchte/Petershagen (kri). Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden, so die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung. Dafür müssen die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden. Vor allem Strom spielt in der Zukunft, in der Gebäude und Verkehr zunehmend elektrisiert werden, eine entscheidende Rolle. Da Wind nicht ständig weht und die Sonne nicht immer scheint, ist ein Stromnetz erforderlich, das erneuerbare Energiequellen vernetzt und damit für eine stabile und sichere Stromversorgung sorgt. Bis zum Jahr 2037 soll ein Klimaneutralitätsnetz errichtet werden, das vor allem Offshore-Strom nach Süddeutschland bringt. Dieses Netz wollen die drei deutschen Übertragungsnetzbetreiber – 50 Hertz, TenneT TSO GmbH und TransnetBW – gemeinsam vorantreiben. Ost-West-Link nennt sich das Übertragungskabel, das durch die Samtgemeinde Uchte und Teile der Stadt Petershagen verlaufen soll. Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen sollen als Erdkabel verlegt werden. Je zwei Kabelsysteme sollen nebeneinander verlegt werden und später zusammen 4 Gigawatt übertragen. TenneT als zuständiger Netzbetreiber für den heimischen Bereich hatte im Februar zu Informationsveranstaltungen eingeladen und das Projekt vorgestellt. Ein mehrere Kilometer breiter Korridor für das Kabel ist von der Bundesnetzagentur vorgegeben, einen Vorschlag für den genauen Verlauf haben die Netzbetreiber entwickelt. Zwischen Kirchdorf und Bahrenborstel soll das Kabel aus dem Norden kommen, östlich von Uchte und durch Raddestorf verlaufen, bevor es bei Buchholz die Weser quert. Über Ilvese, Döhren und Seelenfeld ist der weitere Verlauf in das benachbarte Niedersachsen geplant. Wie bei den Informationsveranstaltungen erläutert bleibt nach dem Verlegen des Kabels ein 26 Meter breiter Schutzstreifen bestehen, der nicht bebaut werden darf. Der landwirtschaftliche Anbau solle darauf ohne Auswirkungen möglich seien. Davon zeigten sich einige Landwirte bei der Informationsveranstaltung in Höfen nicht überzeugt und vermuten, dass sich der Boden trotz der Mindesttiefe von 1,30 Metern erwärmen würde. Der Eingriff in den Boden werde entschädigt, sowohl für die Landwirte mit finanziellen Zahlungen, als auch für die Umwelt mit Ausgleichsmaßnahmen, verdeutlichte Theresa Kaussen, Referentin für Bürgerbeteiligungen bei TenneT. Sollte es Hindernisse für den geplanten Kabelverlauf geben, so freue sich das Team um Kontaktaufnahme. Weitere Informationen gibt es online unter www.stromnetzdc.com.

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