Alle reden über‘s Wetter …

Neue Serie rund um das Wettergeschehen zwischen Minden und Uchte

Petershagen. Mit „Alle reden vom Wetter. Wir nicht“ startete die Deutsche Bundesbahn 1966 eine Anzeigenkampagne, deren Motto sicher zu den bekanntesten Werbeslogans überhaupt zählt. Und – mal ehrlich – auf der Liste der Themen, die wir in der Familie, mit Bekannten oder auf der Arbeit ansprechen, steht das Wetter bestimmt ganz oben. Der Petershäger Anzeiger freut sich, mit Klaus-Peter Vogel einen erfahrenen Experten gewonnen zu haben, der das Wettergeschehen in unserer Region künftig aus Sicht eines Metereologen näher beleuchten und Wetterphänomene im Rahmen einer kleinen Serie erläutern wird. Im Petershäger Anzeiger heißt es jetzt also: „Alle reden über das Wetter. Wir auch“.

Wetter ist …

Unter Wasser: Abgeerntete Maisfelder südlich des Stauwehres.

Das Wetter ist der aktuelle Zustand in der Atmosphäre an einem gewissen Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Also: Petershagen, heute 09.30 Uhr. 

Ganz ehrlich, selten sind wir mit dem Wetter zufrieden. Ob zu viel oder zu wenig Sonnenschein, Wolken, Regen, Wind, Hitze, Kälte, Trockenheit vorhanden ist, es passt einfach selten in unsere Planung. Das Wetter hat uns fest im Griff. Es bestimmt den persönlichen Tagesablauf: Zum Schwimmbad, Sport, Einkaufen oder lieber zu Hause bleiben. Unsere Laune und Tagesform sind davon abhängig.

Auch Abläufe in einer Kommune werden vom Wetter beeinflusst, der Winterdienst auf den Straßen ist da nur ein Stichwort, Veranstaltungen ein anderes. Regen wurde für den Besucherrückgang bei der diesjährigen PIT verantwortlich gemacht. Spielabsagen wegen Unbespielbarkeit eines Fußballplatzes im Winter gehören ebenfalls dazu.

Auch hier ein Thema: die Nutzung der Windkraft. Links die Pottmühle.

Die zunehmenden Wetterextreme sollte man auch für unsere Region nicht aus dem Auge verlieren. Schwerste Gewitter, Starkregen, heftige Niederschläge als Schnee oder Hagel, Sturmböen, Orkane, Tornados oder Hitzewellen verursachen oft hohe Schäden. Alles hat eine Ursache. Werden Extremwetter durch den Klimawandel verursacht?

Unbestritten ist die globale Erwärmung. Die Temperaturzunahme durch sogenannte Treibhausgase ist nachweisbar. Sind wir in Petershagen davon auch betroffen?

Wie in jedem Jahr stellt sich aktuell die Frage: „Wird es weiße Weihnachten geben“?  Typisches Weihnachtswetter in Petershagen und Umgebung ist „eher grün als weiß“. Hier beträgt die Schneewahrscheinlichkeit nach amtlicher Statistik im langjährigen Mittel um 15%. Wer schon Anfang Dezember eine Vorhersage wagt, versucht sich im Glücksspiel. Je zeitnäher der Termin, desto sicherer die Vorhersage.

Text: Klaus-Peter Vogel und Dietmar Meier, Fotos (Archiv): Dietmar Meier (2), Krischi Meier (1)