Mittwoch, 12. Juni 2024

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Neues Frauenschutzzentrum in Minden

Die Diakonie Stiftung Salem hat die Frauenschutzarbeit aufgenommen und im Mindener Stadtteil Königstor ein Frauenhaus eröffnet.
Christian Schultz (kaufm. Vorstand Diakonie, v.l.), Michael Mertens (Superindendent ev. Kirchenkreis), Julia Kuntemeier (Einrichtungsleiterin) und Thomas Lunkemheimer (theol. Vorstand Diakonie) bei der Einweihung des neuen Frauenschutzzentrums in Minden. Foto: Simone Kaatze

Minden (sk). Nachdem das Frauenhaus in Minden im letzten Jahr geschlossen worden war, nahm die Diakonie Stiftung Salem die Frauenschutzarbeit auf, damit Frauen in akuten Gefahrensituationen wieder Sicherheit und Unterstützung geboten werden kann. Seit Anfang Mai ist das neue Frauenschutzzentrum an der Von-Droste-Hülshoff-Straße im Mindener Stadtteil Königstor bezugsfertig. Die offizielle Einweihung durch Christian Schultz (kaufmännischer Vorstand), Pfarrer Thomas Lunkenheimer (theologischer Vorstand, Ricarda Möller (Geschäftsbereichsleiterin Erziehung & Beratung) und Julia Kuntemeier (Leiterin Frauenhaus) erfolgte Ende Mai. Das neue Frauenhaus dient mit zehn möblierten Zimmern mit Bad als Schutzraum für Frauen und ihren Kindern, die in ihrer Partnerschaft beziehungsweise ihrem Umfeld physische, sexualisierte oder psychische Gewalt erfahren haben. Die hellen, barrierefreien Räumlichkeiten können individuell belegt werden, so auch von Frauen, die mehrere oder ältere Kinder haben oder körperlich eingeschränkt sind. Zum Frauenschutzzentrum gehören außerdem eine Gemeinschaftsküche, Ess- und Wohnzimmer, Besucherzimmer sowie ein geschützter Garten- und Spielplatzbereich. Aktuell unterstützen vier Mitarbeiterinnen, darunter die Einrichtungsleitern, eine Erzieherin, eine Sozialarbeiterin und eine Hauswirtschafterin, die Bewohnerinnen in ihrem Alltag. Eine wichtige Neuerung gegenüber dem alten Frauenhaus ist das offene Konzept, was den Frauen und Kindern, zum Beispiel mit der Möglichkeit, nach Absprache Besuch einzuladen, ein Stück Normalität ermöglicht und trotzdem durch entsprechende Sicherheitsvorkehrung Schutz bietet. „Ein Frauenhaus gehört mitten in die Stadt, mitten in die Gesellschaft“, unterstreicht Pfarrer Thomas Lunkenheimer in seiner Andacht den neuen, offenen Umgang mit der Einrichtung. Neben einer geschützten Wohngelegenheit erhalten Frauen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, kulturellen Herkunft oder Konfession, hier auch Beratung und Unterstützung in verschiedenen Bereichen. Die Kinder bekommen zudem die Möglichkeit ihre Erlebnisse professionell aufzuarbeiten.

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