Freitag, 21. Juni 2024

Anzeige

„Mehrgenerationenplatz Rosenhagen“ ist Sieger beim dritten Heimat-Preis

Im Oktober erfolgte die Preisverleihung des 3. Heimat-Preises der Stadt Petershagen in einem feierlichen Rahmen im Alten Amtsgericht.
Der „Mehrgenerationenplatz Rosenhagen“ gewann den Heimat-Preis. Fotos: Simone Kaatze

Petershagen (sk). In diesem Jahr lobte die Stadt Petershagen den Heimat-Preis bereits zum dritten Mal nach 2019 und 2021 aus. Die Preisverleihung erfolgte im Oktober in einem feierlichen Rahmen im Alten Amtsgericht vor geladenen Gästen. Als Sieger des diesjährigen Heimat-Preises ging der Heimat- und Kulturverein Rosenhagen mit seinem Projekt „Mehrgenerationenplatz Rosenhagen“ hervor. Den zweite Platz belegte die Mühlengruppe in der Kulturgemeinschaft Neuenknick mit dem Projekt „Bockwindmühle Neuenknick“, gefolgt von der Gesellschaft zur Förderung der Bodendenkmalpflege im Kreis Minden-Lübbecke e.V. mit dem Projekt „Aufarbeitung und Ausstellung der ,Sammlung Friedrich Brinkmann‘ im Archiv der Stadt Petershagen“ auf dem dritten Platz. Zudem wurden die elf weiteren eingereichten Projekte mit einem Anerkennungspreis gewürdigt.

Feierliche Preisverleihung

Nach dem sich zahlreiche Gäste im Saal des Alten Amtsgerichtes eingefunden hatten, begann die Preisverleihung mit einer kurzen Ansprache von Bürgermeister Dirk Breves. Er bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement aller Projektteilnehmer und hob die Wichtigkeit des Ehrenamtes für die Stadt Petershagen hervor. Insgesamt wurden 14 Projektbewerbungen aus dem gesamten Stadtgebiet zu dem Wettbewerb um den Heimat-Preis 2023 zugelassen. „Die sehr unterschiedlichen Bewerbungen zeigen die Vielfalt in Petershagen“, betonte Dirk Breves. Im Anschluss an die Ansprache zeigte die „Plattdüütsk“-AG der Grundschule Frille unter der Leitung von Hanna Dörmann-Flitner unter dem Titel „Dütt und datt – von allen watt“ eine plattdeutsche Darbietung. Die Aufführung gab einen Einblick in die Zusammenarbeit des Vereins zur Förderung der Plattdeutschen Sprache im Mühlenkreis Minden-Lübbecke e.V. mit dem Offenen Ganztag der Grundschule Frille, die beim Heimat-Preis 2021 mit ihrem Projekt „Plattdüütsk hört in Kinnermund“ den dritten Platz erreichten. Für ihren Auftritt überreichte Bauamtsleiter Kay Busche den Kindern der Platt AG ein kleines Geschenk als Dankeschön. Auch die Moderation der Platzierungen von 14 bis vier übernahm Kay Busche, während Dirk Breves die Anerkennungspreise an die jeweiligen Wettbewerbsteilnehmer übergab. Eine anschließende Quizrunde für alle anwesenden Gäste steigerte die Spannung auf die ersten drei Plätze, die danach von Dirk Breves bekannt gegeben wurden. Zum Abschluss wies er noch auf eine zukünftige Änderung hin: „Den Heimat-Preis in zwei Jahren werden wir etwas variieren. Sobald genaueres feststeht, geben wir weitere Informationen dazu raus.“

Anzeige

Dank an die Jury

Anhand der Kriterien „Beispielcharakter, Innovativ, Nachhaltigkeit, Partizipativ und Bezug zur Heimat/Lokale Identität“ prüfte und bewertete eine Jury aus verschiedenen Bereichen die für den dritten Heimat-Preis eingereichten Projektbewerbungen. In diesem Jahr wurden Gerhard Gottschalk (Stadtsportverband Petershagen), Alexandra Mohrhoff (Schulleitung Grundschulverbund Eldagsen-Friedwalde), Nico Eikmeier (stv. Stadtjugendfeuerwehrwart), Konstantinos Makrogiannis (Förderverein Jugendzentrum), Karl-Christian Ebenau (Vorsitzender Seniorenvertretung) und Wibke Wagner (Aktionsbündnis ländlicher Raum – Kreis Minden-Lübbecke) für die Erfüllung dieser Aufgabe ausgewählt. Zum Dank erhielten die sechs Jury-Mitglieder ein kleines Präsent von Bürgermeister Dirk Breves.

Ein Platz für alle Generationen

Über den ersten Platz des diesjährigen Heimat-Preises und einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro konnte sich der Heimat- und Kulturverein Rosenhagen mit dem Projekt „Mehrgenerationenplatz Rosenhagen“ freuen. Bereits 2021 haben sich Rosenhäger Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden um den Spielplatz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus als einen Ort für alle Generationen zu entwickeln. Neben der Schaffung neuer Spielgeräte für die Kinder, bei dem der städtische Bauhof mitgewirkt hat, wurde unter anderem auch ein Häuschen geschaffen, das als Buchtauschbörse und Lagermöglichkeit verschiedener Spielsachen genutzt wird. Eine neu aufgestellte Sitzgarnitur dient als Ort für Kommunikationen der Besucher. An der Umsetzung haben insgesamt 22 Leute im Alter von 22 bis 73 Jahren aktiv mitgewirkt. Bei diesem Projekt wurden besonders der partizipative Aspekt, der Aspekt der Nachhaltigkeit sowie der Bezug zur Heimat hoch bewertet.

Den zweite Platz belegte die Mühlengruppe in der Kulturgemeinschaft Neuenknick.

Umzug der Bockwindmühle

Die Mühlengruppe in der Kulturgemeinschaft Neuenknick erhielt mit ihrem Projekt „Bockwindmühle Neuenknick“ den zweiten Platz und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Das Ziel des Projektes war, die langfristige Erhaltung der Neuenknicker Bockwindmühle und diese für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Für die Umsetzung dieser Zielsetzungen wurde seit 2019 die Translozierung, also der Umzug der Bockwindmühle geplant. An dem neuen Standwort auf dem Lusebrink in Neuenknick ist sie seit dem 13. Mai 2023 für die Öffentlichkeit sichtbar und zugänglich. Neben Mühlentagen finden auch andere Veranstaltung mit der Möglichkeit der Besichtigung der Mühle statt.

Aufgearbeitet und ausgestellt

Den dritten Platz erreichte das Projekt „Aufarbeitung und Ausstellung der ,Sammlung Friedrich Brinkmann‘ im Archiv der Stadt Petershagen“ der Gesellschaft zur Förderung der Bodendenkmalpflege im Kreis Minden-Lübbecke e.V., für das der Verein 1.000 Euro Preisgeld erhielt. Seit Sommer 2021 wurde die Sammlung von Friedrich Brinkmann durch Ehrenamtliche gesichtet, gesäubert, restauriert und vollständig registriert. Dabei registrierten sie in über 1.000 Arbeitsstunden über 100 Funde. Am 1. Juli 2023 konnte die Ausstellung dann erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden und ist seitdem im Archiv in Neuenknick zu besichtigen.

Platz drei: Gesellschaft zur Förderung der Bodendenkmalpflege im Kreis Minden-Lübbecke mit der „Sammlung Friedrich Brinkmann“.

Anerkennungspreise

Alle weiteren elf Projekte konnten sich über einen Anerkennungspreis, der von Bürgermeister Dirk Breves überreicht wurde, freuen: Die Interessensgemeinschaft Heimat-Geschichte Lahde von Helga Berg, der Erhalt des ältesten Schulgebäudes in NRW von den Aktiven Freunden der Alten Schule Wietersheim, die Anpassung der Ausstellung des Heimat- und Heringsfänger Museum an die Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher vom Heimat- und Heringsfängermuseum Heimsen, das Kultur- und Begegnungszentrum FriedEl e.V. vom Verein FriedEl e.V., der Aussichts- und Rastplatz Weseraue mit Seefahrer-Ehrenmal in Windheim von der Kulturgemeinschaft und dem Seemannsverein Windheim, Die Schönheit unseres Heimatdorfes Döhren liegt uns am Herzen vom Arbeitskreis Dorfgestaltung Döhren, der Wochenmarkt Petershagen von der Petershagen Initiative e.V., der Naturschutz von Wilhelm Traue, der Friedewalder Mühlenlauf vom TuS Freya Friedewalde, das Naturschutzprojekt Gehle vom Angelverein Windheim (Weser) e.V. und die Wallholländer-Windmühle in Petershagen (Büschings Mühle) von der Mühlengruppe Büschings Mühle Petershagen e.V.

Das könnte Sie auch interessieren