Offensichtlich Wolfsriss in Friedewalde

 Friedewalde (ddm). „Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass dafür ein Wolf verantwortlich ist“, kommentierte Willi Traue, Jagdpächter und engagierter Naturschützer aus Friedewalde die Überreste eines Rehes, das südwestlich von Friedewalde gerissen worden ist. „Ein Schäferhund hätte das Reh nie so hergerichtet und so weit aufgefressen. Zudem kenne ich alle Hunde hier vor Ort.“
Eine Spaziergängerin hatte den Kadaver gestern zufällig bei einem Spaziergang entdeckt und ihn unmittelbar informiert. Traue hatte sich daraufhin den in seinem Revier liegenden Ort angesehen und war sich angesichts der Spuren sicher. Große Teile des Rehes sind „mit Haut und Haaren“ aufgefressen worden, Reste der Innereien und des Fells sind in einem größeren Kreis um den Kadaver verteilt und belegen ebenso wie das plattgedrückte Gras das Geschehen. Das Foto des verbliebenen Kadavers haben wir mit Absicht gepixelt.

In Absprache mit dem Kreisjagdberater Dr. Walter Jäcker wurde auf die Hinzuziehung des zuständigen Wolfsberaters verzichtet. „Der hätte aus Mennighüffen kommen müssen, hätte eine Probe gezogen und nach Berlin geschickt und nach zwei Monaten hätte ich von dort ein Schreiben bekommen: Jawoll, Sie haben Recht, das war ein Wolfsriss“, begründet Willi Traue den Verzicht. „Das bringt sowieso nichts. Das Reh bekommen wir nicht ersetzt und auch sonst passiert gar nichts!“
In dem Zusammenhang appelliert Willi Traue an die örtlichen Spaziergänger in diesem Bereich, ihre Hunde nicht frei laufen zu lassen. Auf einem nahegelegenen Hof sei bereits ein Wolf gesehen und dokumentiert worden. „Hunde müssen hier nicht unbedingt durch die Büsche gehen. Unter Umständen kommen sie dann nicht wieder.“

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