Schwarz gepunktete Lebensfreude – Nachwuchs bei den Dalmatinern vom „Gut Nordholz“

Südfelde. Spätestens seit den Filmhelden aus „101 Dalmatiner“ kennt sie jeder – die lustigen weißen Hunde mit den schwarzen oder braunen Punkten. Und genau so ein lustiges Gewusel wie in den Filmen spielt sich regelmäßig im Herzen von Petershagen ab. In der Dalmatinerzucht „Gut Nordholz“ in unmittelbarer Nähe zur biologischen Station wurden im Juni zwar keine 101 sondern nur 10 Dalmatiner geboren, aber auch das ist eine stolze Zahl. Ulrike und Dieter Kreie züchten seit Jahren Dalmatiner und sind mit Herz und Seele dabei. Dabei hatte alles wie so oft im Leben durch einen Zufall angefangen. Hierzu gibt es eine urige Begebenheit, die uns Dieter Kreie verraten hat. „Ich habe als Jugendlicher im Landgasthaus immer den gleichen Mann getroffen. Es war ein Mann mit Hut und Hund. Bei dem Hund handelte es sich um einen Dalmatiner. Mich hat es wahnsinnig fasziniert, dass dieser Hund so ruhig und gelassen stundenlang neben dem Mann saß. Das hat mich nicht mehr losgelassen.“ Und als seine Frau Ulrike vor einigen Jahren die Idee hatte, dass ein Hund im Haus das Leben bereichern würde, war sofort klar, dass ein Dalmatiner das Familienleben bereichern sollte. Und so zog die erste Hündin namens Joyna ein. „Joyna war total lebhaft und wollte immer Beschäftigung haben“, erinnert sich Ulrike Kreie. „Da kam schnell der Gedanke auf, dass wir einen zweiten Hund dazu holen, damit sie wen zum Spielen hat“, ergänzt Dieter Kreie lachend. Rüde Charly kam dazu und brachte mit seiner für Dalmatiner typischen gelassenen Art einen guten Gegenpart zur quirligen Joyna. Familie Kreie beschäftigte sich mehr und mehr mit dem Gedanken, Dalmatiner zu züchten. Und so kam dann als geeignete Zuchthündin „Sunny“ und die offizielle Registrierung als ordentlicher Zuchtbetrieb dazu. Viele strenge Auflagen sind zu erfüllen. So dürfen die Hündinnen nicht zu oft werfen, die Elterntiere und Welpen werden aufwändig untersucht und nur absolut geeignete Hunde dürfen zur Zucht verwendet werden. „Wir besuchen die zukünftigen Besitzer und stehen immer für Fragen zur Verfügung“, erklärt Ulrike Kreie. Es kommt zwar fast nie vor, aber sollte dennoch durch persönliche Umstände einer der abgegebenen Hunde mal ein neues zu Hause brauchen, landet er nicht im Tierheim sondern wird persönlich weitervermittelt. „Wir distanzieren uns von den sogenannten ,Vermehrern‘ und wollen auch keine Tierheimhunde produzieren.“ Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Die Sprößlinge der Familie Kreie sind zum Teil auch sehr erfolgreiche und mehrfach prämierte Tiere. Zu fast allen ihren Welpen haben die Kreies noch Kontakt und es finden regelmäßig Treffen statt, wo dann tausend Punkte ausgelassen spielen und es jede Menge Gesprächsthemen gibt. Immer wenn kleine Welpen durch Haus und Garten bei den Kreies toben, kommen auch die Kinder aus dem benachbarten Waldkindergarten vorbei. „Ein Besuch auf Augenhöhe“, lacht Dieter Kreie. Denn die kleinen Racker auf vier Pfoten stehen den zweibeinigen Frechdachsen in Sachen Dummheiten nichts nach. Und wenn die halbstarken Welpen in ihre neuen Familien ziehen und es wieder ruhig wird im Hause Kreie, fließen nicht selten Abschiedstränen. „Es ist wie mit Kindern, irgendwann werden sie flügge aber wir sind auf jeden einzelnen Hund stolz.“ Und dieses Mal bleibt auch eine kleine Maus bei den Kreies und wird bald mit ihren großen Kameraden durch die herrliche Natur streifen.

www.dalmatiner-vom-gut-nordholz.de

Text: Melanie Vorfeld, Fotos: Dietmar Meier