Dienstag, 15. September 2026

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24 Stunden Handy-Detox: Was passiert, wenn das Smartphone plötzlich tabu ist?

24 Stunden lang kein Facebook, Instagram, YouTube oder Daddeln – nur WhatsApp und Telefonate sind erlaubt. Im Praxistest habe ich ausprobiert, wie schwer der Verzicht auf Social Media fällt und was sich verändert, wenn das Smartphone plötzlich nicht mehr ständig griffbereit ist.
Handy-Detox - geht das? Redakteurin Jessica Höffner hat den 24-Stunden-Selbstversuch gewagt. Einfach ist es ihr auch deshalb nicht gefallen, weil sie das Smartphone beruflich nutzt. Symbolfoto pixabay/LoboStudioHamburg
Handy-Detox - geht das? Redakteurin Jessica Höffner hat den 24-Stunden-Selbstversuch gewagt. Einfach ist es ihr auch deshalb nicht gefallen, weil sie das Smartphone beruflich nutzt. Symbolfoto pixabay/LoboStudioHamburg

Von Jessica Höffner

Uchte. Handy-Detox: Geht das? Für 24 Stunden lasse ich mich auf das Experiment ein – entscheide mich aber zugegebenermaßen für die Light-Version: kein Facebook, kein Instagram, keine lustigen You-Tube-Videos und keine Spiele. In meinem Job nicht ganz einfach, denn regelmäßig checke ich alleine aus beruflichen Gründen die Sozialen Medien und poste Beiträge. Erlaubt sind im „Der Praxistest – Wir probieren es aus!“ WhatsApp und Telefonate.

„Chef, ich bin dann mal offline.“ Das Handy, das darf ich in den kommenden 24 Stunden nur dann in die Hände nehmen, wenn eine WhatsApp-Nachricht reinflattert oder das Telefon klingelt. Kurz zuvor habe ich meine Bildschirmzeit gecheckt: 4 Stunden und 26 Minuten waren es im Tagesdurchschnitt der vergangenen Woche. Die meiste Zeit davon war ich in den Sozialen Medien unterwegs. Und genau darauf soll ich jetzt verzichten.
Laut einer Bitkom-Studie liege ich mit mehr als 4 Stunden täglich sogar über der durchschnittlichen täglichen Nutzung des Smartphones. Demnach sind Erwachsene rund 3 Stunden pro Tag online. „Wird also mal Zeit, einen Handy-Detox-Tag einzulegen“, denke ich mir.
Nach den ersten Stunden merke ich allerdings, wie schwer mir der Verzicht fällt. Immer wieder wandert mein Blick ganz automatisch zum Handy. Kurz in den sozialen Medien schauen, eine Nachricht lesen oder einfach mal eben durch die Apps wischen – all das gehört offenbar viel stärker zu meinem Alltag, als ich gedacht habe. Es ist Gewohnheit geworden.

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Besonders ungewohnt wird es am Abend. Normalerweise gehört das Handy für mich ganz selbstverständlich dazu: noch einmal Instagram checken, ein bisschen daddeln oder einfach schauen, was es Neues gibt. Jetzt bleibt das Smartphone liegen. Die ersten Minuten fühlen sich etwas langweilig an. Irgendwann merke ich aber, dass diese Ruhe auch ganz angenehm sein kann. Ich habe mehr Zeit für andere Dinge und bin weniger abgelenkt.
Nach 24 Stunden fällt mein Fazit deshalb ziemlich eindeutig aus: Der Handy-Detox hat sich für mich gelohnt – auch wenn die 24 Stunden anstrengend waren. Vor allem habe ich gemerkt, wie oft man das Smartphone eigentlich in die Hand nimmt, ohne darüber nachzudenken. Für die Zukunft nehme ich mir deshalb vor, zumindest am Abend bewusster auf das Handy zu verzichten. Kein Social Media, kein Daddeln und nicht noch schnell schauen, was es Neues gibt.

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